Freitag, 30. Januar 2026

Klimaschutzplan 2050Konkrete Ziele fehlen

[08.09.2016] Die Bundesregierung hat jetzt den Entwurf des Klimaschutzplans 2050 für die Ressortabstimmung vorgelegt. Die Umweltschutzorganisationen vermissen klare CO2-Minderungsziele.

Die Umweltschutzorganisationen Germanwatch und Greenpeace kritisieren den vom Bundesumweltministerium vorgelegten Entwurf für den Klimaschutzplan 2050. Dabei vermisst die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch laut einer Meldung vor allem die notwendige Klarheit. So werde nicht deutlich, wie die Bundesregierung ihre Klimaziele nach dem Pariser Klimaabkommen umsetzen und nachbessern will. Statt für Wirtschaft und Gesellschaft die notwendige Planungssicherheit zu schaffen, verschiebe sie drängende Entscheidungen in die nächste Legislaturperiode, so der Vorwurf. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, sagt: „Es reicht nicht aus, nur die Herausforderung klar zu formulieren und die alten Klimaziele des Energiekonzeptes als Mindestziele noch einmal zu bestätigen. Die bestehenden Instrumente für den Klimaschutz reichen nicht und für neue fehlt der politische Mut.“ Aus Sicht von Bals werde die Lücke zwischen zugesagten Klimaschutzzielen und der Realität zwischen 2020 und 2030 absehbar wachsen. Noch habe die Bundesregierung im Rahmen der Ressortabstimmung die Möglichkeit, einen Klimaschutzplan vorzulegen, der seinem Namen gerecht wird. Bals: „Es müssen konkrete CO2-Minderungsziele für die Sektoren Energie, Industrie, Gebäude, Landwirtschaft und Verkehr festgelegt und glaubwürdige Maßnahmen für die Umsetzung beschlossen werden. Ganz oben auf der Agenda muss dabei ein Fahrplan für den schrittweisen Kohleausstieg im Einklang mit den Klimaschutzzielen stehen.“ Greenpeace-Energieexperte Tobias Austrup sieht dies ähnlich: „Kein Kohleausstieg, keine Klimaziele für die einzelnen Wirtschaftsfelder, keine ökologische Steuerreform: Mit diesem Lückentext verhöhnt Deutschland den Geist der Pariser Klimakonferenz.“ Statt bis 2030 einen Großteil der Neuwagen auf elektrische oder alternative Antriebe umzustellen, heiße es in dem Entwurf, dass eine konkrete Zielsetzung erst im Jahr 2020 beschlossen werden soll. Auch ein Verbot von fossilen Heizungen fehle.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Rheinland-Pfalz: Ausbau der Erneuerbaren nimmt zu

[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040. mehr...

KlimaAgentur Hamm: Auf vier weitere Jahre

[22.01.2026] Die KlimaAgentur Hamm wird für weitere vier Jahre beauftragt und setzt ihren Beratungs- und Unterstützungsauftrag für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen fort. Neue Schwerpunkte liegen auf sozialverträglicher Energiewende, klimaneutraler Mobilität und dem Ausbau des Beratungsangebots. mehr...

Rhein-Lahn-Kreis: Klimaschutzportal bündelt Daten

[22.01.2026] Der Rhein-Lahn-Kreis stellt mit einem regionalen Klimaschutzportal eine zentrale Online-Plattform für klimarelevante Daten, Förderangebote und Aktivitäten bereit. Das Portal soll Transparenz schaffen, Information bündeln und perspektivisch mehr Beteiligung ermöglichen. mehr...

Verbandsgemeinde Schweich: Maßnahmenpaket für Energiewende

[21.01.2026] Die Verbandsgemeinde Schweich baut ihre Eigenstromerzeugung massiv aus und organisiert die Energiewende künftig über eine neue Anstalt des öffentlichen Rechts. Photovoltaik, Strombilanzkreis und geplante Wärmenetze sollen den Weg zur klimaneutralen kommunalen Energieversorgung beschleunigen. mehr...

Kreis Borken: Positive Bilanz zu Beratungsangeboten

[21.01.2026] Der Klimakreis Borken zieht für 2025 eine positive Bilanz seiner Informationsangebote zur energetischen Sanierung und kündigt für 2026 neue Beratungstage und Veranstaltungsformate an. Nach Angaben des Netzwerks stießen insbesondere Vorträge, Klimawochen und Energiechecks auf große Resonanz in der Bevölkerung. mehr...

Enzkreis: Bis 2040 treibhausgasneutral

[19.01.2026] Der Landkreis Enz setzt auf den Ausbau von Solar- und Windenergie sowie auf Beratung und Beteiligung. Dafür wurde er von der AEE zur Energie-Kommune des Monats gekürt. mehr...

Klimaaktive Kommune: Aufruf zur Teilnahme an Wettbewerb

[09.01.2026] Das Deutsche Institut für Urbanistik ruft Kommunen zur Teilnahme am Wettbewerb Klimaaktive Kommune 2026 auf. Ausgezeichnet werden erfolgreich umgesetzte Klimaschutzprojekte, die mit jeweils 40.000 Euro Preisgeld gefördert werden. mehr...

Sächsische Energieagentur: Energieportal erweitert

[06.01.2026] Das Energieportal Sachsen der Sächsischen Energieagentur wird um mehrere neue Kategorien erweitert. Ziel ist es, Kommunen, Unternehmen und Bürgern einen noch besseren Überblick über qualifizierte Akteure im Bereich Energie und Klimaschutz zu geben. mehr...

Stadtwerke Rostock: Waldaktie als Goodie

[12.12.2025] Die Stadtwerke Rostock verknüpfen ab 2026 neue Regionaltarife für Strom und Gas mit dem Erwerb der Waldaktie. Damit steigt nach Angaben des Klimaschutzministeriums die Nachfrage nach dem seit fast zwei Jahrzehnten erfolgreichen Ökowertpapier weiter. mehr...

BDEW/ZSW: Erneuerbare decken 2025 fast 56 Prozent des Stromverbrauchs

[11.12.2025] Erneuerbare Energien lieferten 2025 nach Berechnungen von ZSW und BDEW knapp 56 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Trotz schwachem Windjahr stützte vor allem der starke Photovoltaikzubau das Plus. mehr...

Stuttgart: Energiekommune dank Bildung und Sparen

[09.12.2025] Stuttgart will spätestens 2035 klimaneutral sein. Die Stadt arbeitet seit vielen Jahren an ihrem Energiemanagement und unterstützt auch Bürger beim Energiesparen. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle. mehr...

AEE: Tool soll Klimaschutz und Energiewende vermitteln

[28.11.2025] Ein neues mehrsprachiges Online-Tool soll Kommunen und Institutionen helfen, Klimaschutz und Energiewende verständlich zu vermitteln. Entwickelt wurde das kostenlose Awareness Toolkit im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts Energiewende Partnerstadt 3.0. mehr...

Difu: Sechs klimaaktive Kommunen ausgezeichnet

[27.11.2025] Sechs Kommunen erhalten im Wettbewerb Klimaaktive Kommune 2025 jeweils 40.000 Euro für besonders gelungene Klimaschutzprojekte. Ziel des vom Deutschen Institut für Urbanistik ausgelobten Wettbewerbs ist es, wirksame lokale Maßnahmen sichtbar zu machen und Nachahmer zu finden. mehr...

Osnabrück: Erster Klima-Abend

[25.11.2025] In Osnabrück haben vergangene Woche rund 200 Gäste beim ersten Klima-Abend der Stadt über Wege zur Klimaneutralität 2040 diskutiert. Die Veranstaltung bot laut Stadt Einblicke in zentrale Handlungsfelder und viel Raum für direkten Austausch. mehr...

Difu: Auszeichnung von klimaaktiven Kommunen

[24.11.2025] Auf der Kommunalen Klimakonferenz in Berlin werden diese Woche am 25. November die sechs Preisträger des Bundeswettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2025“ vorgestellt. Jede ausgezeichnete Kommune erhält 40.000 Euro, insgesamt stehen 240.000 Euro bereit. mehr...