Freitag, 24. Juli 2026

N-ERGIEModerne Zähler für Private

[16.11.2016] Vom Smart Meter Roll-out sind vorerst vor allem Geschäftskunden betroffen. Ab dem kommenden Jahr will N-ERGIE moderne Messeinrichtungen aber auch in Neubauten von Privathaushalten einbauen.

Im September 2016 ist das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten. Es regelt den Einsatz intelligenter Messsysteme mit dem Ziel, Stromerzeugung, -verbrauch und -netze besser zu verknüpfen. Hierdurch sollen Flexibilitäts- und Effizienzpotenziale gehoben werden. Das Gesetz sieht die gestaffelte Einführung von intelligenten Messsystemen vor: Ab Anfang 2018 müssen Kunden mit einem Jahresstromverbrauch von über 10.000 Kilowattstunden (kWh) und ab 2020 Kunden mit einem Jahresverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden Strom auf intelligente Messsysteme umgestellt werden. Es handelt sich in der Regel dabei um Geschäftskunden. 90 Prozent der N-ERGIE-Kunden sind aber Privathaushalte mit einem geringeren Jahresstromverbrauch. Sie sind von einer Umstellung auf intelligente Messsysteme in den kommenden Jahren nicht betroffen. In Neubauten oder bei Renovierungen will N-ERGIE ab 2017 aber auch in Privathaushalten moderne Messeinrichtungen einbauen, auf Wunsch ab Mitte 2018 auch intelligente Messsysteme. Wie N-ERGIE mitteilt, handelt es sich bei modernen Messeinrichtungen um digitale Stromzähler, die Stromverbrauch und Nutzungszeit messen und für 24 Monate speichern. Intelligente Messsysteme unterscheiden sich dadurch, dass sie zusätzlich über eine Kommunikationseinheit, das so genannte Smart Meter Gateway, verfügen. Dieses verwaltet die Zugriffsrechte und überträgt die Messwerte automatisch an alle Berechtigten: die Stromkunden, Messstellen- und Netzbetreiber. Datenschutz und Rundum-Service sei hierbei ein Kernanliegen. „Unsere Kunden, die in den kommenden Jahren von der Zählerumstellung betroffen sind, müssen sich um nichts kümmern. Wir informieren sie transparent, stehen beratend zur Seite und garantieren, nur Geräte und Software einzusetzen, die sich in unseren eigenen Feldversuchen bewährt haben“, sagt Jürgen Kroha, Geschäftsführer des N-ERGIE Tochterunternehmens CentraPlus. Die Feldversuche sind für das Jahr 2017 geplant. Der Vorteil intelligenter Messsysteme: Sie ermöglichen es den Kunden, ihren Stromverbrauch tages-, wochen- und jahresbezogen zu ermitteln und über ein Display an der Messeinrichtung oder auf einem von N-ERGIE zur Verfügung gestellten Online-Portal anzeigen zu lassen. Die Kenntnisse hieraus bildeten die Grundlage, um das Verbrauchsverhalten zu optimieren oder Effizienzmaßnahmen anzustoßen. Die Einsparungen hieraus verringerten die Kosten für intelligente Messsysteme, deren Preisobergrenze bei einem Jahresverbrauch von bis zu 10.000 Kilowattstunden derzeit bei jährlich 100 Euro liege.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid

Stadtwerke Fellbach: Pilotprojekt zu dynamischen Zwillingen

[23.07.2026] Smight und retoflow entwickeln gemeinsam einen dynamischen Zwilling für Niederspannungsnetze. Das Pilotprojekt bei den Stadtwerken Fellbach zeigt, wie sich Mess- und Netzdaten innerhalb kurzer Zeit zu einem Modell für Planung und Netzbetrieb verknüpfen lassen. mehr...

Mitnetz Strom: Anschluss von Rechenzentrum

[21.07.2026] Mitnetz Strom schließt in Lübbenau das bislang größte Rechenzentrum seines Netzgebiets an das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz an. Das Projekt steht für den stark wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und zeigt, wie sich die Anforderungen an die Verteilnetze im Zuge der Energiewende verändern. mehr...

Berlin: Umspannwerke ohne Treibhausgas

[17.07.2026] Stromnetz Berlin lässt zwei neue 110-Kilovolt-Umspannwerke in Wittenau und Neukölln errichten. Dabei kommen dabei SF₆-freie gasisolierte Schaltanlagen zum Einsatz. Die Projekte sollen die Netzinfrastruktur der Hauptstadt modernisieren und die Stromversorgung absichern. mehr...

Wiesbaden: Umspannwerk für die City

[16.07.2026] Die Stadtwerke Wiesbaden Netz haben mit dem Bau eines neuen Umspannwerks begonnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 39 Millionen Euro in das Projekt, das Anfang 2031 in Betrieb gehen soll. mehr...

TenneT: Ostbayernring vollständig in Betrieb

[15.07.2026] Die Höchstspannungsleitung Ostbayernring ist auf ihrer gesamten Länge von rund 185 Kilometern in Betrieb gegangen. Die Leitung erhöht die Transportkapazität für Strom und soll die Integration erneuerbarer Energien sowie die Versorgungssicherheit verbessern. mehr...

Thüga: Regler für mehr Solarstrom im Netz

[01.07.2026] Ein Pilotprojekt in Thüringen erprobt eine neue Technologie zur besseren Nutzung bestehender Stromnetze. Nach Angaben der Thüga kann ein neuer Mittelspannungslängsregler die Aufnahme von Photovoltaik-Strom deutlich erhöhen und so den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. mehr...

Ein Techniker installiert ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) in einem Stromzählerkasten. Das digitale Messgerät mit Kommunikationsmodul wird in die bestehende Strominfrastruktur eingebaut und ermöglicht die automatische Erfassung und Übermittlung von Verbrauchsdaten.

Stadtwerke Düsseldorf / EnBW: Kooperation für intelligente Stromnetze

[22.06.2026] Die Stadtwerke Düsseldorf und EnBW Utility Services bauen ihre Zusammenarbeit bei intelligenten Messsystemen aus. Künftig umfasst die Partnerschaft auch das sogenannte CLS-Management zur Steuerung dezentraler Energieanlagen. mehr...

Zwei Monteure in orangefarbener Schutzkleidung steigen an einem Hochspannungsmast aus Stahl empor. Im Hintergrund sind Stromleitungen vor blauem Himmel mit wenigen Wolken zu sehen.

BDEW: Schnellere Genehmigungen für den Netzausbau

[19.06.2026] Der BDEW hat Vorschläge zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus vorgelegt. Nach Angaben des Verbands könnten Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz und im Infrastruktur-Zukunftsgesetz dazu beitragen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu verkürzen. Im Fokus stehen Vereinfachungen bei der Modernisierung bestehender Netze und bei Genehmigungsprozessen. mehr...

bne: Studie verweist auf Rekordrenditen bei VNB

[18.06.2026] Eine Analyse des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft zeigt Rekordrenditen bei Deutschlands größten Verteilnetzbetreibern. Gleichzeitig verschärfen sich die Probleme beim Netzausbau und bei neuen Netzanschlüssen für die Energiewende. mehr...

TransnetBW/EWE Netz: Energiewende-App bald in Niedersachsen verfügbar

[18.06.2026] Die Energiewende-App StromGedacht wird künftig auch im Netzgebiet von EWE Netz in Niedersachsen verfügbar sein. Die Kooperation mit TransnetBW erweitert das Konzept netzdienlichen Verbrauchs erstmals auf ein großes Verteilnetz und soll Verbraucher stärker in die Netzstabilisierung einbinden. mehr...

Mitnetz Strom: Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Planung

[16.06.2026] Mitnetz Strom setzt beim Bau einer neuen Hochspannungsleitung auf einen frühen und intensiven Dialog mit den Bürgern. Der Netzbetreiber will Konflikte vermeiden, die Feinplanung verbessern und Akzeptanz für den Ausbau der Energieinfrastruktur schaffen. mehr...

Netzanschluss: Software beschleunigt Berechnungen

[12.06.2026] Das Kölner Unternehmen envelio hat nach eigenen Angaben eine neue Technologie für die Berechnung von Stromnetzen entwickelt. Die Lösung soll Netzsimulationen erheblich beschleunigen und damit Netzanschlüsse schneller ermöglichen. mehr...

KIT: Transparenz für KI-gestützte Vorhersagen in Energiesystemen

[05.06.2026] KIT-Forschende haben mit SHAPformer eine Methode entwickelt, die KI-gestützte Vorhersagen für Energiesysteme nachvollziehbar macht. Die Lösung soll Transparenz bei kritischen Anwendungen wie Stromnetzsteuerung, Lastprognosen und Strompreisvorhersagen erhöhen und regulatorische Anforderungen erfüllen. mehr...

Hamburger Energienetze: Start von Fair-Grid-Projekt

[02.06.2026] Die Hamburger Energienetze führen mit Fair Grid ein neues Vergabeverfahren für große Stromanschlüsse ein. Das Projekt soll knappe Netzkapazitäten fair verteilen und reagiert auf den stark steigenden Leistungsbedarf durch Rechenzentren, Batteriespeicher und die Energiewende. mehr...

Smight/Thüga SmartService/Robotron: Vollständige Steuerkette umgesetzt

[06.05.2026] Smight, Thüga SmartService und Robotron haben eine vollständige Steuerkette nach §14a EnWG erstmals im Realbetrieb durchgängig umgesetzt. Damit steht Verteilnetzbetreibern eine standardkonforme End-to-End-Architektur zur Verfügung, die Netzengpässe automatisiert erkennt, marktseitig verarbeitet und steuernd auf Verbrauchseinrichtungen zugreift. mehr...