Mittwoch, 23. September 2026

dena-BranchenbarometerNeue Chancen für Biomethan

[25.10.2024] Trotz wirtschaftlicher Turbulenzen steigt das Interesse an neuen Biomethanprojekten. Das Gebäudeenergiegesetz und der Umbau der Gasnetze bieten der Branche vielversprechende Perspektiven, zeigt das dena-Branchenbarometer Biomethan.
Das Bild zeigt eine Biogasanlage, zu sehen sind Fermenter, Gasspeicher und die Gasaufbereitungsanlage.

Biogasanlage: Die Branche nutzt die Krise als Chance.

(Bildquelle: 123RF.com)

Der deutsche Biomethanmarkt befindet sich derzeit in einer Umbruchphase. Trotz großer Herausforderungen, wie drohende Insolvenzen einzelner Händler und starke Preisschwankungen, zeigt sich die Branche widerstandsfähig. Inmitten der Krise nutzen die Marktteilnehmer die Chance, sich neu zu positionieren und auf die kommenden Chancen vorzubereiten. Insbesondere die Planungs- und Bauaktivitäten haben zugenommen, was auch auf die geplante Umstellung der Gasverteilnetze zurückzuführen ist. Dies sind zentrale Aussagen des Branchenbarometers Biomethan, den die Deutsche Energie-Agentur (dena) jetzt vorgelegt hat.

Corinna Enders, Geschäftsführerin der dena, kommentiert: „Der Biomethanmarkt in Deutschland erweist sich als widerstands- und anpassungsfähig: Trotz erheblicher Herausforderungen nutzt die Branche die Krise als Chance, sich neu auszurichten und vielversprechende Zukunftsmärkte zu erschließen.“ Eine wichtige Wachstumschance biete der Wärmemarkt durch das neue Gebäudeenergiegesetz. Schätzungen zufolge wird der Bedarf an Biomethan für dezentrale Heizungen zwischen 13 und 45 Terawattstunden liegen. Darüber hinaus könne Biomethan eine wichtige Rolle in nachhaltigen Nah- und Fernwärmekonzepten spielen.

Der Strommarkt, der zuletzt durch die mögliche Insolvenz von bmp greengas gelitten hat, wird durch das Solarpaket und das angekündigte Biomassepaket wieder belebt. Gleichzeitig gewinnt der internationale Handel mit Biomethan an Bedeutung, auch wenn noch Unsicherheiten bezüglich der Anrechnung und Förderung bestehen. Eine Umfrage unter deutschen und europäischen Unternehmen der Biomethanbranche zeigt, dass die Diversifizierung des Portfolios und der Aufbau von Wissen die dringlichsten Aufgaben für die kommenden Jahre sind. Dies seien wichtige Schritte, um auf die kommenden Entwicklungen vorbereitet zu sein, so die Energieagentur.





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