AGFWNeue Strategien für Wärmewende

AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch, Laudator Udo Wichert, AGFW-Präsident Hansjörg Roll sowie Preisträger Matthias Koziol (von links).
(Bildquelle: Silke Laufkötter)
Mehr als 350 Teilnehmer vor Ort, 50 Online und 50 Aussteller waren der Einladung des AGFW zum 28. Dresdner Fernwärme-Kolloquium gefolgt. Vertreter aus Politik, Mitgliedsunternehmen und Verband diskutierten am 19. und 20. September 2023 im Dresdner World-Trade-Center über aktuelle Herausforderungen, neue Technologien und Lösungen für die Wärmewende. Im Fokus dabei: Die Transformationsplanungen der Fernwärmebranche, die kommunale Wärmeplanung, der Erfahrungsaustausch zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Fernwärme sowie zahlreiche Innovationen im Bereich der Digitalisierung und Betriebsoptimierung.
AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch wertete den starken Zuspruch in der Rückschau auf die beiden Kongresstage als positives Signal: „Die Branche steht vor großen Herausforderungen. Erfahrungsaustausch und Vernetzung sind hier wichtige Elemente. Unsere Mitgliedsunternehmen, darunter zahlreiche Stadtwerke aus ganz Deutschland, haben in den vergangenen Jahren bereits große Summen in die Dekarbonisierung ihrer Wärmenetze investiert. Diese Transformation hin zu einer klimaneutralen, grünen Fernwärmeversorgung werden sie engagiert fortsetzen. Allerdings sind sie dabei auf Unterstützung durch die Politik und passende Förderkonditionen angewiesen.“
Lutsch begrüßte in diesem Zusammenhang die Äußerungen von Christian Maaß, Leiter der Abteilung Energiepolitik – Wärme und Effizienz im Bundeswirtschaftsministerium auf dem diesjährigen Kolloquium. Dieser hatte die Relevanz der Fernwärme für das Gelingen der Wärmewende betont. Fernwärme sei die einfachste Lösung zur Dekarbonisierung der Innenstädte zu vertretbaren Preisen. Er ermunterte die Unternehmen, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) in Anspruch zu nehmen und entsprechende Anträge zu stellen.
Eine wichtige Rolle kommt den AGFW-Mitgliedsunternehmen derzeit bei einem weiteren Thema zu: Städte und Gemeinden in ganz Deutschland beschäftigen sich aktuell mit der kommunalen Wärmeplanung. Parallel sind die Versorger mit ihren Transformationsplanungen weit fortgeschritten. Wie wichtig hierbei die frühzeitige Einbeziehung und „Verdrillung“ sämtlicher relevanter Akteure ist, verdeutlichte die von Harald Rapp, AGFW-Bereichsleiter Stadtentwicklung, moderierte Diskussionsrunde mit Spitzenvertretern der wohnungswirtschaftlichen Verbände.
Für seine langjährigen Verdienste um die Fernwärme wurde Matthias Koziol im Rahmen des Kolloquiums mit dem 9. ETA-Ehrenpreis des AGFW ausgezeichnet. Laudator Udo Wichert, selbst AGFW-Ehrenmitglied und 8. ETA-Ehrenpreisträger, dankte Koziol stellvertretend für den Verband für das große Engagement. Koziol habe es stets geschafft, akademisches Wissen in Projekte vor Ort zu übertragen.
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