Stadtwerke OsnabrückProjekt Hub Chain nimmt Fahrt auf

Osnabrück mobiler und lebenswerter machen wollen die Stadtwerke. Dazu gehört auch ein ausgeklügeltes Mobilitätskonzept.
v.l.: Nicklas Monte, David Riese und Werner Linnenbrink von den Stadtwerken Osnabrück.
(Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück / Marco Hörmeyer).)
Die Stadtwerke Osnabrück haben Anfang Januar 2018 die Leitung des Projekts Hub Chain übernommen. Wie die Stadtwerke mitteilen, haben sich das Projekt-Team – bestehend aus Partnern aus Forschung, Wissenschaft und Unternehmen – zum Ziel gesetzt, eine Distributions- und Mobilitätsplattform für so genannte On-Demand-Verkehre zu entwickeln. „Der Begriff steht für ein System ohne starren Fahrplan und festen Linienweg – sozusagen ein Busverkehr auf Bestellung“, erläutert Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot der Stadtwerke Osnabrück. Diese Verkehre sollen in weniger verdichteten Regionen das Busliniennetz ergänzen – und insofern attraktiver machen, dass sie die Fahrgäste zu den Umstiegspunkten der bestehenden Buslinien bringen. „Dafür braucht es im Wesentlichen zwei Komponenten“, berichtet Linnenbrink. „Eine Plattform, die die Verkehre miteinander verzahnt – und die passenden Fahrzeuge.“ Die Entwicklung dieser Distributions- und Mobilitätsplattform ist daher auch das Herzstück des Projekts. „Die Plattform soll und muss einfach und verlässlich funktionieren: Fahrtwunsch in die App eingeben, das On-Demand-Fahrzeug buchen und mit garantiertem Umstieg ohne Wartezeit mit einer zentralen Buslinie ans Ziel kommen“, erläutert Nicklas Monte, Leiter Produktentwicklung im Stadtwerke-Mobilitätsangebot. „So wird der ÖPNV auch im ländlichen Raum eine attraktive Alternative zum privaten Auto – ohne dass diese Zubringerbusse zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen in der Stadt führen.“
Zweites Kernstück mit deutlich öffentlicherem Charakter ist der Einsatz eines autonom fahrenden Minibusses auf dem Gelände des InnovationsCentrum Osnabrück (ICO). Ab Mitte 2019 werden die Stadtwerke das Fahrzeug des französischen Herstellers EasyMile (EZ10) im Regelbetrieb erproben – inklusive systemtechnischer Integration in bestehende Leit- und Betriebssysteme. Die erste Testphase findet auf dem Stadtwerke-Zentralgelände statt. Im Anschluss geht es in den öffentlichen Straßenraum – dafür werden die Stadtwerke ein Areal im Bereich des ICO einrichten. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt.
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