DSMRegelleistung vom Papierhersteller

Vor-Ort-Termin beim Papierhersteller UPM.
v.l.: Kristina Haverkamp, dena-Geschäftsführerin; Ilse Aigner, Bayerische Wirtschaftsministerin; Ruud van den Berg, Senior Vice President MPA bei der UPM-Gruppe
(Bildquelle: dena)
Der Papierhersteller UPM aus dem bayerischen Schongau nimmt an einem Pilotprojekt zum Demand Side Management (DSM) teil und passt damit seinen Stromverbrauch an die aktuelle Situation im Stromnetz an. Initiatoren des Vorhabens sind die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich jetzt das DSM in der Praxis zeigen lassen. Aigner: „Damit die Energiewende ein Erfolg wird, müssen wir die Erneuerbaren besser in das Gesamtsystem integrieren. Dafür brauchen wir flexible Lösungen, sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrage-Seite.“ Deswegen fördere die bayerische Staatsregierung insgesamt sieben Pilotprojekte zum Last-Management. dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp ergänzt: „UPM ist auch deshalb ein so gutes Beispiel, weil hier mit sehr viel Anpassungsbereitschaft auf den eigenen Energieverbrauch geblickt wird. Die flexible Last von 25 Megawatt ist eine der größten im DSM-Pilotprojekt der dena.“ Am Standort Oberbayern produziert der international tätige UPM-Konzern unter anderem Papier für Zeitungen, Magazine und Werbebeilagen. Neben Altpapier dienen auch Holzhackschnitzel als Ausgangsmaterial, die im Laufe der Produktion zu Holzstoff zerfasert werden. Dieser stromintensive Prozess eignet sich laut dena gut für DSM. Sowohl die Holzhackschnitzel als auch der Holzstoff lassen sich problemlos in Materialspeichern lagern, sodass es möglich ist, den Produktionsprozess für das Zerfasern kurzfristig zu unterbrechen. Die gewonnenen Flexibilitäten bietet das Unternehmen den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern als Regelleistung an.
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