RWERepowering von Windpark abgeschlossen

Der Windpark Krusemark-Ellingen ist nach Abschluss eines umfassenden Repowering-Projekts jetzt wieder vollständig am Netz.
(Bildquelle: RWE)
Der Windpark Krusemark-Ellingen im Landkreis Stendal ist nach Abschluss eines umfassenden Repowering-Projekts wieder vollständig am Netz. Wie der Energieversorger RWE mitteilt, hat er die bisherigen 15 Enercon-Anlagen durch sechs moderne Nordex-Turbinen mit jeweils 3,3 Megawatt Leistung ersetzt. Damit steigt die installierte Gesamtleistung des Standorts auf 19,8 Megawatt – rund 26 Prozent mehr als zuvor. Die neuen Anlagen sollen genug Strom liefern, um über 13.000 Haushalte klimaneutral zu versorgen.
Krusemark-Ellingen zählt zu den ersten Windparks in Deutschland, die zwischen 1998 und 2004 errichtet wurden. Durch die technische Erneuerung verlängert sich der Lebenszyklus des Standorts, zugleich wird die Energieausbeute deutlich verbessert. Studien zufolge könnte durch vergleichbares Repowering auf bestehenden Flächen die Windstromerzeugung in Deutschland bis 2030 auf über 210 Terawattstunden steigen – ein Zuwachs von knapp 60 Prozent gegenüber dem Jahr 2020.
Für RWE ist das Projekt ein weiterer Baustein in der eigenen Ausbauoffensive. Bis 2030 will der Konzern bis zu 15 Milliarden Euro brutto in den Bereich erneuerbare Energien investieren. „Der Austausch älterer durch neue, deutlich effizientere Windenergieanlagen ist Teil unserer Wachstumsoffensive für erneuerbare Energien“, sagt Katja Wünschel, CEO Wind Onshore und Solar Europa & Australien bei RWE Renewables. Das Unternehmen plant, zur Umsetzung dieser Ziele kurzfristig rund 200 neue Fachkräfte für die Projektentwicklung in Deutschland einzustellen.
Technisch markiert das Projekt dem Unternehmen zufolge auch einen logistischen Fortschritt. Zum ersten Mal erfolgten Rückbau und Neubau parallel, sodass die alten Anlagen bis zuletzt Strom einspeisen konnten. „Zudem besteht der Windpark nun nur noch aus sechs einheitlichen, statt der ursprünglichen 15 zum Teil unterschiedlichen Windkraftanlagen“, erläutert Jens Edler-Krupp, zuständig für Onshore-Projekte bei RWE.
Auch beim Rückbau setzt RWE laut eigenen Angaben auf neue Wege: Die meisten stillgelegten Turbinen – samt Stahltürmen – werden als komplette Sets weiterverwendet, unter anderem in anderen Windparks. Teile der alten Fundamente finden als Tragschicht für die neuen Zufahrtsstraßen erneut Verwendung. Damit wird nicht nur Material, sondern auch CO₂ eingespart – ein Aspekt, der in künftigen Projekten an Bedeutung gewinnen dürfte.
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