ASEWStadtwerke-Initiative Klimaschutz wächst

Von den derzeit 85 Mitgliedern haben 69 die Prüfungen bestanden und damit ihre Verpflichtungen im Klimaschutz bestätigt.
(Bildquelle: ASEW GbR)
Die Stadtwerke-Initiative Klimaschutz verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum. Wie die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) mitteilt, sind im Jahr 2024 15 neue Mitglieder beigetreten, und auch im laufenden Jahr haben sich bereits zwei weitere Stadtwerke der Initiative angeschlossen. Ziel der Initiative, die von der ASEW koordiniert wird, ist es, Stadtwerke bei der Entwicklung und Umsetzung von Dekarbonisierungsstrategien zu unterstützen. Ein zentrales Element für neue Mitglieder ist die verpflichtende Erstellung einer Treibhausgasbilanz sowie einer Strategie zur Reduzierung von Emissionen.
Mehrheit erfüllt Anforderungen
In der aktuellen Prüfungsrunde konnte die Mehrheit der teilnehmenden Stadtwerke die Anforderungen erfolgreich erfüllen. Von den derzeit 85 Mitgliedern haben 69 die Prüfungen bestanden und damit ihre Verpflichtungen im Klimaschutz bestätigt. Vier Mitglieder konnten die gesetzten Kriterien nicht fristgerecht erfüllen. „Das ist ein erneut hervorragendes Ergebnis und zeigt eindrücklich: Auch wenn sich das politische Klima ändern mag, so genießt Klimaschutz in der Stadtwerkewelt doch weiterhin einen hohen Stellenwert“, bewertet Maria Möhner, Teamleiterin Klimaschutz bei der ASEW, die Ergebnisse.
Um den offiziellen Mitgliedsstatus in der Initiative zu behalten, müssen Stadtwerke eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Dazu zählt, dass sie bis zum Ende ihres Beitrittsjahres eine vollständige Treibhausgasbilanz nach anerkanntem Standard vorlegen und ihre Dekarbonisierungsstrategie veröffentlichen. Diese Strategie muss neben einem Klimaziel auch Zwischenziele und konkrete Maßnahmen enthalten. Ab dem zweiten Jahr ist eine jährliche Überprüfung der Fortschritte erforderlich, während im dritten Jahr zusätzlich eine aktualisierte Treibhausgasbilanz gefordert wird. Stadtwerke, die diese Vorgaben nicht innerhalb der Fristen erfüllen, verlieren den offiziellen Mitgliedsstatus, dürfen jedoch weiterhin an den Aktivitäten der Initiative teilnehmen. Sie können jedoch in ihrer Außendarstellung nicht mehr als offizielles Mitglied auftreten.
Freiwillige Selbstverpflichtung
Die Initiative sieht sich als freiwillige Selbstverpflichtung der Stadtwerke, um über gesetzliche Vorgaben hinaus Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben. „In Anbetracht der turbulenten Entwicklungen rund um die Nachhaltigkeitsberichtspflicht und das sehr dynamische Geschehen auf EU-Ebene ist die Erfüllung der Initiativen-Kriterien eine freiwillige Zusatzleistung im Klimaschutz-Bereich. Stadtwerke, die dieser Selbstverpflichtung trotz Regulatorik-Dschungel nachkommen, haben Anerkennung verdient, so die strategische Entwicklung im Stadtwerk voranzutreiben“, heißt es vonseiten der Initiative.
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