Strom / GasSteigende und sinkende Preise

In der Grundversorgung entscheidet noch immer der Wohnort darüber, ob die Strompreise im kommenden Jahr teurer oder günstiger werden.
(Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de)
Wie das Vergleichsportal Check24 mitteilt, haben 100 Grundversorger Strompreiserhöhungen für das Jahr 2016 angekündigt. Betroffen seien etwa 5,8 Millionen deutsche Haushalte. Die Preissteigerungen lägen im Schnitt bei 2,9 Prozent beziehungsweise 42 Euro bei einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr. In der Spitze seien sogar Preiserhöhungen von 9,9 Prozent (137 Euro) verkündet worden. Check24 nennt als mögliche Gründe für den Preisanstieg die steigende EEG-Umlage sowie die voraussichtlich ansteigenden Netznutzungsentgelte der Übertragungsnetzbetreiber. Gleichzeitig hätten 30 Stromgrundversorger Preissenkungen bis zu 5,1 Prozent (73 Euro) bekanntgegeben. Der Durchschnitt belaufe sich hier auf 1,8 Prozent. 128 Gasgrundversorger hätten ebenfalls Preissenkungen bekanntgegeben, von denen rund 3,9 Millionen Haushalte profitieren werden. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr liege der Durchschnitt hier bei 4,6 Prozent (68 Euro), das Maximum bei 20,4 Prozent (364 Euro). Das Vergleichsportal vermutet, dass niedrigere Beschaffungspreise zu den Preissenkungen geführt haben. Sechs Grundversorger haben Preissteigerungen für Gas angekündigt, der Durchschnitt liege hier ebenfalls bei 4,6 Prozent.
Grundversorgung bis zu 30 Prozent teurer
Insgesamt kostete der Strom im November 2015 39 Prozent mehr als im Juli 2007. Bei den Grundversorgungstarifen seien die Preissteigerungen mit 47 Prozent besonders deutlich. Bei den alternativen Tarife beliefen sich die Preiserhöhungen auf lediglich 22 Prozent. Deshalb habe sich die Preisdifferenz im betrachteten Zeitraum zwischen Grundversorgung und Alternativversorgung von 8 auf 30 Prozent erhöht. Gas sei hingegen zwischen Juni 2010 und November 2015 nur um durchschnittlich 7 Prozent teurer geworden. Während die Preise in der Grundversorgung um 13 Prozent gestiegen seien, böten alternative Versorger Gas sogar um rund 9 Prozent günstiger an.
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