Mittwoch, 25. Februar 2026

RWEStrukturwandel im Rheinischen Revier

[14.04.2025] Im Kreis Düren errichtet RWE eine neue Photovoltaikanlage auf einer stillgelegten Tagebaufläche bei Niederzier. Rund 22.000 Solarmodule sollen künftig Strom für etwa 4.500 Haushalte liefern. Der Start ist für September geplant.

Baustart: Im Tagebau Hambach entsteht eine weitere Photovoltaikanlage.

(Bildquelle: RWE)

Im Rheinischen Revier schreitet der Umbau der Energiestruktur weiter voran. Der Energiekonzern RWE hat nach eigenen Angaben mit dem Bau einer weiteren Photovoltaikanlage im Tagebau Hambach begonnen. Auf zwölf Hektar Fläche am westlichen Rand des Tagebaus bei Niederzier sollen über 22.000 Solarmodule entstehen. Die Anlage soll eine Leistung von 13,9 Megawatt peak erreichen und damit rechnerisch rund 4.500 Haushalte mit Strom versorgen. Die Inbetriebnahme ist für September vorgesehen. Das teilte das Unternehmen vergangene Woche mit. 

Erneuerbaren Energien als tragende Säule

„Für die Gemeinde Niederzier ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien eine tragende Säule im Strukturwandel“, sagte Bürgermeister Frank Rombey. „Investitionen in die wirtschaftliche Entwicklung der Region direkt vor unserer Haustür sind wichtig für die Zeit nach dem Bergbau.“  Die neue Anlage ergänzt zwei bereits bestehende Solarparks im Tagebau Hambach. Einer von ihnen ist mit einem Batteriespeicher ausgestattet (wir berichteten). Gemeinsam liefern sie nach Angaben von RWE bis zu 47,2 Megawatt Leistung. Damit könnten rund 14.500 Haushalte versorgt werden.  

Die Anlagen betreibt RWE gemeinsam mit der interkommunalen Gesellschaft Neuland Hambach. Sie setzt sich aus den Kommunen Elsdorf, Jülich, Kerpen, Merzenich, Niederzier und Titz zusammen. Auch bei der neuen Anlage sei eine Beteiligung der Kommunen vorgesehen. „Zu den 47,2 Megawatt an Solarkapazität, die wir bereits mit den RWE-Neuland-Solarparks betreiben, kommen weitere 14 Megawatt dazu“, sagte Andreas Heller, Bürgermeister von Elsdorf und Aufsichtsratsvorsitzender von Neuland Hambach. „Das Ziel bleibt, dass wir mit dem Neuland Hambach einen Raum schaffen wollen, der sich selbst trägt.“  

Perspektiven für ehemalige Beschäftigte der Braunkohle

RWE betont, die Solarparks könnten als sinnvolle Zwischennutzung der Flächen dienen, bis der geplante Hambacher See vollständig geflutet sei. Außerdem böten sie Perspektiven für ehemalige Beschäftigte der Braunkohle. Im Rheinischen Revier betreibt RWE nach eigenen Angaben derzeit acht Windparks und sieben Solaranlagen – vier davon mit Batteriespeicher. Weitere Projekte seien in Planung oder bereits im Bau.





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