Wärme-GesetzSWM fordern Nachbesserungen

Dr. Karin Thelen, SWM Geschäftsführerin Regionale Energiewende: Für die Wärmewende sind klare rechtliche Rahmenbedingungen und schnelle Verfahren nötig.
(Bildquelle: SWM/Stefanie Aumiller)
In Berlin hat der Bundestag am Mittwoch (5. November 2025) Fachleute zum Entwurf eines Gesetzes angehört, das den Ausbau von Geothermieanlagen, Wärmepumpen und Wärmespeichern beschleunigen soll. Karin Thelen, Geschäftsführerin für regionale Energiewende der Stadtwerke München (SWM), nahm als Sachverständige an der Anhörung teil.
Klare Definitionen im Gesetz
„Die Wärmewende ist ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung von Wärmenetzen und -anlagen. Dafür brauchen wir klare rechtliche Rahmenbedingungen und schnelle Verfahren“, sagte Thelen vor dem Ausschuss. In ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf fordern die Stadtwerke München zusätzliche Anpassungen, damit die geplanten Beschleunigungseffekte tatsächlich erreicht werden. Wichtig seien klare Definitionen im Gesetz, etwa für Nebenanlagen wie Wärmeeinbindestationen und Druckerhöhungsanlagen. Diese seien notwendig, um Geothermie in Fernwärmenetze einzubinden.
Zudem sprechen sich die SWM für verbindliche Fristen in den Zulassungsverfahren aus. Ein einheitliches Verfahren mit sogenannter Konzentrationswirkung könne langwierige Abstimmungen zwischen einzelnen Behörden vermeiden. Auch die Standardisierung von Prüfungen und sogenannten Positivlisten für bewährte Technologien und Materialien könne Genehmigungen vereinfachen und beschleunigen.
Erster wichtiger Schritt
„Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn wir die rechtlichen und administrativen Hürden abbauen. Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein erster wichtiger Schritt, aber er muss konsequent weiterentwickelt werden“, erklärte Karin Thelen. Die Stadtwerke München sehen sie in dem Gesetz eine Chance, den Ausbau klimaneutraler Wärmeversorgung in Deutschland deutlich zu beschleunigen – vorausgesetzt, die Verfahren werden praxistauglich gestaltet, so Thelen.
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