Sonntag, 1. November 2026

Stadtwerke RüsselsheimUmstellung der Abrechnungssoftware

[15.08.2023] Für die Abrechnung von Strom, Gas und Wasser werden die Stadtwerke Rüsselsheim ihre Abrechnungssoftware umstellen. Dies geschieht im Verbund mit 39 weiteren Energieversorgern.

Die Stadtwerke Rüsselsheim werden ihre wichtigste Software für die Abrechnung von Strom, Gas und Wasser umstellen. Wie der Energieversorger mitteilt, hat er sich dazu mit 39 Unternehmen zusammengeschlossen.
Das Projekt sei bereits Anfang 2022 und damit vor Einführung der Energiepreisbremse gestartet worden. Unter Federführung der Thüga-Gruppe sei die Ausschreibung an einen Generalunternehmer erfolgt, der gemeinsam mit den Energieversorgern die zweitgrößte Abrechnungssoftware für die Branche im deutschsprachigen Raum erstellen werde. Ab 2025 soll die neue Software mit dem Namen Thüga-Abrechnungsplattform (TAP) zur Verfügung stehen.
Die aktuelle Abrechnungssoftware der Stadtwerke sei seit dem Jahr 2008 im Einsatz und nicht mehr zeitgemäß. Das bekämen auch die Kunden zu spüren: Seit die gesetzlich vorgeschriebene Preisbremse umgesetzt werden muss, stießen die Stadtwerke Rüsselsheim – wie andere Energieversorger auch – an die Grenzen ihres Abrechnungssystems.
Hinzu sei im Frühjahr gekommen, dass rund 2.500 Kunden vom Wettbewerber eprimo gekündigt wurden und in die Grundversorgung der Stadtwerke Rüsselsheim gewechselt sind – diese Neukundenanträge mussten zusätzlich bearbeitet werden. Daraus hätten sich Rückstände ergeben, von denen derzeit rund 3.000 Kunden betroffen seien – vor allem solche, die von der Preisbremse profitierten, den Tarif gewechselt hätten, Neukunden seien oder gekündigt hätten.
„Wir sind auf der Suche nach Verstärkung für unsere Vertriebsabrechnung, aber der Markt ist angesichts der branchenweiten Probleme leergefegt“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer. „Es ist daher zu befürchten, dass die Probleme bis zum Auslaufen der Preisbremse im Frühjahr nächsten Jahres in gewissem Umfang anhalten werden.“
Scheerer ergänzt: „Wenn zu wenig automatisch funktioniert, ist das nicht akzeptabel. Wir brauchen eine bessere Auskunftsfähigkeit für den Kunden und schnellere Anpassungen an Tarifänderungen.“ Deshalb sei der Schritt, jetzt gemeinsam mit anderen eine neue Software zu entwickeln, der einzig richtige. „Ziel ist eine Software, die schnell, fehlerfrei und transparent zur Verfügung steht.“





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