BayWa r.e.Vergünstigte Stromtarife
Das Unternehmen BayWa r.e. wird zukünftig für seine Windparks in Deutschland ab Inbetriebnahme vergünstigte Stromtarife für Anwohnerinnen und Anwohner ermöglichen. Wie das Unternehmen mitteilt, ist geplant, Bürgerinnen und Bürgern in einem Umkreis von 2.500 Metern um den jeweiligen Windpark einen Stromtarif anzubieten, der sowohl im Grundpreis als auch für die ersten 5.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr im Arbeitspreis zehn Prozent unter dem örtlichen Grundversorgertarif liegt.
Der Windpark Langenbrander Höhe auf dem Gemeindegebiet Schömberg in Baden-Württemberg sei das erste BayWa r.e. Projekt, bei dem diese Art der Teilhabe umgesetzt wird. Vier Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 4,5 Megawatt (MW) würden bis zum Ende des Jahres 2023 errichtet, drei weitere sollen folgen.
Das Anbieten eines solchen Tarifes sei möglich, da BayWa r.e die von ihr projektierten Anlagen als so genannter Independent Power Producer (IPP) selbst betreibt und den von diesen Anlagen produzierten Strom als eines von wenigen Projektierungsunternehmen in Deutschland auch selbst handelt. Eine zeitliche Beschränkung auf wenige Jahre sei nicht geplant, vielmehr soll der vergünstigte Strombezug für die Betriebsdauer der Windparks möglich sein.
Die vergünstigten Tarife sollen exklusiv in dem an der Regelung der kommunalen Beteiligung nach § 6 EEG angelehnten Umkreis von 2.500 Metern angeboten werden.
Marie-Luise Pörtner, Geschäftsführerin von BayWa r.e. Wind, erläutert: „Ohne Unterstützung und Beteiligung der lokalen Bevölkerung wird die Energiewende nicht gelingen. Hierfür ist es wichtig, dass die Errichtung eines Windparks mit entsprechenden Vorteilen für die Kommunen, aber auch für die Anwohnerinnen und Anwohner einhergeht, in deren Umfeld die Anlagen errichtet werden.“
Angaben von BayWa r.e. zufolge setzt das Unternehmen stark auf eine enge Einbindung der lokalen Bevölkerung in allen Entwicklungsphasen. Dies geschehe in Form von frühzeitiger Kommunikation und voller Transparenz, beispielsweise durch Informationsveranstaltungen, Projekt-Websites oder auch gemeinsame Windpark-Begehungen unter Einsatz einer für BayWa r.e. entwickelten Augmented-Reality-Technologie. Diese ermögliche eine äußerst realistische Echtzeit-Darstellung der geplanten Anlagen, bevor diese errichtet werden.
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