Sonntag, 5. April 2026

EnergiemarktdesignVKU legt eigenes Konzept vor

[04.03.2013] Einen konstruktiven Lösungsvorschlag zur Gestaltung des Energiemarkts hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vorgelegt. Die kommunalen Spitzenverbände begrüßten die Initiative.
Einen Lösungsvorschlag zur Gestaltung des Energiemarkts hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vorgelegt.

Einen Lösungsvorschlag zur Gestaltung des Energiemarkts hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vorgelegt.

(Bildquelle: MEV Verlag GmbH, Germany)

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat ein Gutachten mit Vorschlägen zur zukünftigen Ausgestaltung des Energiemarktes vorgestellt. Zu den zentralen Elementen des Marktmodells gehören: ein Leistungsmarkt, über den derjenige, der gesicherte Stromerzeugung anbietet, zukünftig ein Entgelt für die Bereitstellung erhält, ein neues und wettbewerbliches Fördersystem für die erneuerbaren Energien mithilfe eines Auktionsverfahrens sowie eine Neugestaltung der Regulierungsbedingungen für die Stromnetze. VKU-Präsident Ivo Gönner sagte: „Für die kommunale Energiewirtschaft und den VKU steht fest: Die Energiewende kann nur durch einen grundlegenden Systemumbau in Richtung Markt und Wettbewerb gelingen. Und dieser Umbau braucht einen integrierten Ansatz, der erneuerbare Energien, konventionelle Erzeugung und Netze sowie deren Wechselwirkungen gleichermaßen berücksichtigt.“
#bild2 Deshalb habe der VKU ein Marktmodell entwickelt, das ein Höchstmaß an volkswirtschaftlicher Effizienz generiere, Versorgungssicherheit biete und dabei nachhaltig sei, so der Ulmer Oberbürgermeister. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck ergänzte: „Mit dem vorgeschlagenen Energiemarktdesign geben wir der Politik einen konstruktiven Lösungsvorschlag an die Hand. Dabei wird der heutige Strommarkt nicht schlagartig verändert, sondern wir bauen auf bewährten Strukturen wie dem Energy-Only-Markt (EOM) auf.“
Die kommunalen Spitzenverbände begrüßten das VKU-Konzept für ein künftiges Energiemarktdesign. In einer gemeinsamen Erklärung des Deutschen Städtetags und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds heißt es, der Vorschlag des VKU enthalte viele interessante Ansätze, um den Energiemarkt weiterzuentwickeln und weise in die richtige Richtung. Die Hauptgeschäftsführer der beiden Verbände, Stephan Articus und Gerd Landsberg, betonten: „Wenn bestehende effiziente Kraftwerke kein Geld mehr verdienen und für die Versorgungssicherheit notwendige Kraftwerke nicht gebaut werden, zeigt das allein schon, dass der Energiemarkt derzeit nicht mehr richtig funktioniert und wir hier dringend umsteuern müssen.“ Städtetag und Gemeindebund appellieren deshalb an Bund und Länder, das Konzept des VKU in die Überlegungen zur Weiterentwicklung des Energiemarktes unbedingt einzubeziehen.





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