BWEWindenergie ist auf Kurs

Bundesverband WindEnergie rechnet mit deutlichem Zubau ab 2026.
(Bildquelle: BWE)
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 4. Juli die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land mit dem Stichtag 1. Mai bekannt gegeben. Das Ausschreibungsvolumen von 3.443 Megawatt (MW) wurde vollständig vergeben. Die Nachfrage überstieg das Angebot deutlich. Nach Angaben der BNetzA lagen Gebote mit einem Gesamtvolumen von fast 5.000 MW vor. Die Ausschreibung war damit etwa 44 Prozent überzeichnet. Der durchschnittliche Gebotswert betrug 6,83 Cent je Kilowattstunde. Das liegt rund acht Prozent unter dem Höchstwert von 7,35 Cent. Die meisten Zuschläge gingen nach Nordrhein-Westfalen (1.000 MW), Niedersachsen (960 MW) und Hessen (380 MW). Berlin, Bremen und Hamburg erhielten keine Zuschläge. Die geringste Menge entfiel auf Sachsen mit gut vier MW.
Positives Signal
Der Bundesverband WindEnergie (BWE) sieht ein positives Signal. Die Präsidentin des Verbands, Bärbel Heidebroek, erklärte: „In den ersten beiden Ausschreibungsrunden dieses Jahres wurden bereits mehr als 7.540 MW bezuschlagt. Damit hat 2025 schon nach sechs Monaten den Vorjahresrekord von rund 11.000 MW fast eingestellt.“ Setze sich diese Entwicklung fort, seien bis Jahresende Zuschläge in Höhe von etwa 14.400 MW möglich, so Heidebroek weiter.
Ausreichend genehmigte Projekte seien vorhanden. Kritik äußerte der Verband an der langen Bearbeitungszeit der Ausschreibungen. Auch diesmal habe es rund zwei Monate gedauert, bis die BNetzA die Ergebnisse veröffentlicht habe. Das führe zu vermeidbaren Verzögerungen. „Wir haben bereits mehrfach betont, dass die BNetzA hier dringend schneller werden muss“, sagte Heidebroek.
Stromnetze rechtzeitig ausgebauen
Die Verbandspräsidentin betonte dennoch: „Die Windenergie ist auf Kurs.“ Bei einer durchschnittlichen Realisierungszeit von zwei Jahren sei ab 2026 mit einem deutlichen Zubau zu rechnen. Voraussetzung sei jedoch, dass auch die Stromnetze rechtzeitig ausgebaut würden. Die Vorschläge des BWE für eine bessere Nutzung des bestehenden Netzes lägen vor.
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