Fraunhofer-StudieWissen spart Strom

Energie-Monitor: Die genaue Kenntnis des Energieverbrauchs führt zu Einsparungen.
(Bildquelle: Fraunhofer FIT)
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT hat eine Studie zum Einsatz von Smart-Energy-Systemen in Privathaushalten vorgelegt. Die Wissenschaftler haben sieben Haushalte im Raum Siegen untersucht, die mit umfangreicher Mess- und Anzeigetechnik ausgestattet wurden. Nach Angaben von Fraunhofer FIT wurden über ein Jahr lang detaillierte Energiedaten, wie etwa der Verbrauch pro Geschoss oder für bestimmte Räume, bis hin zum Verbrauch bestimmter Geräte erfasst. Zur Sammlung und visuellen Aufbereitung der Daten wurde ein spezielles Energie-Hausnetzwerk installiert. Alle Information liefen auf einem Server im Haus zusammen, auf dem auch die Software EnergyMonitor installiert war, welche die Daten archivierte und grafisch aufbereitet den Benutzern zur Verfügung stellte. Unter anderem konnten die Bewohner die Software über ihren Fernseher oder einen PC nutzen. Auch der mobile Zugriff über Tablets und das Smartphone war möglich.
Das Ergebnis laut Fraunhofer FIT: Die eingesetzte Technologie erhöhte das Energiebewusstsein der Bewohner und führte so zur Senkung des Stromverbrauchs um bis zu 15 Prozent. Ausschlaggebend dafür sei die bedarfsgerechte Aufbereitung der Energieverbrauchsdaten. Das erworbene Energie-Wissen veränderte das Verhalten der Bewohner und teilweise auch ihre Gewohnheiten. Auch beim Kauf neuer Geräte spielte dessen Energieverbrauch eine größere Rolle als zuvor. Im Mittel führte die erhöhte Energiekompetenz in den Haushalten zu einem Stromersparnis von 7,8 Prozent.
Die Studie steht in englischer Sprache zum Download zur Verfügung (PDF, 1,35 MB).
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