HamburgZentrum für Ressourcen und Energie

Rüdiger Siechau und Senator Jens Kerstan (r.) bei der Grundsteinlegung.
(Bildquelle: BUKEA)
Mit dem Zentrum für Ressourcen und Energie entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Müllverwertungsanlage Stellinger Moor ein Pionierprojekt und Meilenstein der Abfallwirtschaft. Es wird nach seiner Fertigstellung 2025 eines der modernsten Abfallverwertungszentren Europas sein und sowohl etwa 9.600 Tonnen an Wertstoffen pro Jahr durch eine mehrstufige Hausmüllsortieranlage für Recycling-Prozesse zurückgewinnen als auch durch die thermische Abfallbehandlung Strom und Wärme generieren. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz und stärkt die Entsorgungssicherheit in Hamburg.
Durch die Flexibilität der Anlage können im Winter bis zu 75 Megawatt Fernwärmeleistung ausgekoppelt und im Sommer – wenn weniger Wärme nachgefragt wird – bis zu 22 Megawatt elektrische Leistung zur Verfügung gestellt werden. Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) wird nach Fertigstellung der Anlage in der Lage sein, bis zu 50 Prozent des Fernwärmebedarfs der Hamburger Haushalte durch die Abfallbehandlung in ihren Anlagen zu decken.
Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (Bündnis 90/Die Grünen), sagt: „Abfall ist eine Ressource, die wir so effizient wie möglich nutzen wollen. Mit dem ZRE entsteht in Hamburg eines der modernsten Abfallverwertungszentren Europas. Es gewinnt in einem mehrstufigen Verfahren Wertstoffe wie Metall, Glas, Plastik und Papier aus Hausmüll zurück und erzeugt aus dem Rest klimafreundliche Wärme und Energie. Mit dem ZRE stärken wir langfristig die Entsorgungssicherheit unserer Stadt, tragen maßgeblich zum Kohleausstieg in der Hamburger Fernwärme bei und liefern einen wichtigen Beitrag zur Energieunabhängigkeit.“
SRH-Geschäftsführer Rüdiger Siechau erklärt „Bald werden wir rund die Hälfte der Fernwärme für Hamburger Haushalte liefern und damit – als Kreislaufwirtschaftsunternehmen – größte Lieferantin für den Hamburger Bedarf sein. Auch beim Bau des ZRE beweisen wir Mut zur Wiederverwendung: Noch von der MVA Stellinger Moor vorhandene Anlagenkomponenten und Infrastruktur nutzen wir weiter. So wird die neue Abfallsortieranlage im ehemaligen Kesselhaus errichtet, was ein Stück weit den Wandel von der Abfall- zur Ressourcenwirtschaft symbolisiert.“
Das innovative ZRE unterscheidet sich von konventionellen Abfallverbrennungsanlagen unter anderem dadurch, dass vor den unterschiedlichen Verbrennungslinien (Hochkalorik- und Niederkalorik-Heizkraftwerk) eine mehrstufige Sortierung geschieht. Im ersten Schritt werden die Wertstoffe aus dem Restabfall herausgefiltert. Die übriggebliebenen, nicht recycelbaren Restabfälle werden in hoch- und niederkalorische Fraktionen für die jeweiligen Verbrennungslinien sortiert. Ziel ist es, einen möglichst hohen Anteil des hier angelieferten Restmülls für das stoffliche Recycling zurückzugewinnen. Die mehrstufige Sortieranlage ist für 145.000 Tonnen Hausmüll pro Jahr ausgelegt. Mit der Sortierung sollen etwa 9.600 Tonnen an Wertstoffen zurückgewonnen werden, wobei eine Weiterentwicklung der Sortieranlagen denkbar und möglich ist.
Das ZRE ist ein zentraler Baustein des Konzepts „Realisierung Stellinger Moor“ (RSM). Städtische Unternehmen planen unter Beteiligung der SRH auf dem 15 Hektar großen Gelände des stillgelegten Klärwerks Stellinger Moor (in unmittelbarer Nachbarschaft des Betriebsplatzes Schnackenburgallee 100) im Auftrag des Senats einen klimafreundlichen Gewerbehof der Zukunft (wir berichteten).
Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award
[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...
Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende
[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...
Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt
[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...
Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere
[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor
[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen
[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...
dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet
[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...
Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung
[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...
Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt
[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...
Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040
[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...
Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz
[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...
Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen
[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...
Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert
[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...
BDEW/ZSW: 53 Prozent des Stromverbrauchs stammen aus Erneuerbaren
[07.04.2026] Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal 2026 erstmals 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem ein kräftiger Zuwachs bei der Windkraft treibt den Anteil nach oben und unterstreicht die wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und Klimaziele. mehr...
Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt
[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...













