450connectZuschlag für 450-MHz-Frequenzen
Funknetzbetreiber 450connect hat den Zuschlag für die Nutzung der 450-MHz-Frequenzen erhalten. Das von Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft getragene Joint Venture konnte sich erfolgreich im Vergabeverfahren der Bundesnetzagentur durchsetzen. Das berichtet der Projektpartner Alliander. In dem Frequenzbereich werde nun ein deutschlandweites, besonders sicheres und hochverfügbares LTE-Funknetz für die Energie- und Wasserwirtschaft sowie andere kritische Infrastrukturen entstehen (wir berichteten). „Die Entscheidung der Bundesnetzagentur zeigt, dass unser Frequenznutzungskonzept für die Versorgung kritischer Infrastrukturen überzeugt hat und dass wir in der Lage sind, dieses zuverlässig, effizient und zeitnah umzusetzen“, sagt Carsten Ullrich, Sprecher der Geschäftsführung von 450connect. „450connect bietet allen Betreibern kritischer Infrastrukturen einen diskriminierungsfreien und schwarzfallfesten Zugang zur 450-MHz-Funknetzplattform an“, ergänzt Theo Waerder, Vorstandsvorsitzender der Versorger-Allianz 450 und Geschäftsführer von Bonn-Netz. Und Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung von EWE NETZ erklärt: „Unser Plan ist es, die digitale Kommunikationsinfrastruktur mit ihren rund 1.600 Funkstandorten bis Ende 2024 in Betrieb zu nehmen. Damit leistet das 450-MHz-Funknetz einen ganz erheblichen Beitrag für den Erfolg der Energie-, Verkehrswende und zur Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels.“
Die Bundesnetzagentur hatte das Verfahren zur Vergabe der 450-MHz-Frequenzen am 16. November 2020 offiziell eröffnet. Bewerbungen konnten bis zum 18. Dezember eingereicht werden. Die Auswertung erfolgte anhand zuvor festgelegter Kriterien, wie Zuverlässigkeit, Fachkunde oder Leistungsfähigkeit. Der nun erfolgte Zuschlag an 450connect ermöglicht eine bis zum 31. Dezember 2040 befristete Frequenznutzung. Hinter dem Joint Venture stehen die vier gleichberechtigten Gesellschafter Alliander, ein Konsortium regionaler Energieversorger, E.ON sowie die Versorger-Allianz 450, zu der eine Vielzahl meist kommunaler Stadtwerke, Energie- und Wasserversorger unter Beteiligung der EnBW-Tochter Netze BW gehören. Zusammen versorgen diese Unternehmen rund 90 Prozent der Fläche Deutschlands mit systemkritischen Infrastrukturleistungen.
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