Freitag, 20. März 2026

Power-to-GasBündnis veröffentlicht Eckpunktepapier

[20.06.2013] Die Strategieplattform Power-to-Gas plädiert in einem Eckpunktepapier für die Markteinführung der Systemlösung sowie für den Aufbau einer Anlagenleistung von 1.000 Megawatt bis 2022.

Auf ihrer Jahreskonferenz haben die Mitglieder der von der Deutschen Energie-Agentur (dena) initiierten Strategieplattform Power-to-Gas ein Eckpunktepapier vorgestellt. Darin plädieren die Projektpartner dafür, jetzt die Weichen für eine großtechnische und wirtschaftliche Gewinnung von Methan und Wasserstoff aus regenerativ erzeugtem Strom zu stellen. Ziel solle es sein, bis 2022 rund 1.000 Megawatt (MW) Anlagenleistung zu installieren. Dafür fordern die Unternehmen und Verbände ein gezieltes Markteinführungsprogramm sowie die Anrechenbarkeit von erneuerbarem Wasserstoff aus Methan auf die Biokraftstoffquote und ab 2015 auf die Treibhausgasminderungsquote. „Power-to-Gas erleichtert die Integration der erneuerbaren Energien und die Vermeidung von CO2-Emissionen“, erklärt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Die Energie aus Windkraft- und Solaranlagen kann mithilfe von Power-to-Gas im Erdgasnetz gespeichert und vielseitig genutzt werden – in Fahrzeugen, Industrieanlagen, Heizungen oder Kraftwerken. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung.“ Vor diesem Hintergrund müsse alles getan werden, um die Systemlösung schnell auszubauen und auf den Markt zu bringen. „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist das noch nicht möglich“, so Kohler weiter.
Um die Markteinführung für Power-to-Gas voranzutreiben, plädiert die Strategieplattform laut dena für die Befreiung von Letztverbraucherangaben, die Anpassung des Rechtsrahmens und der technischen Regelungen sowie für ein zeitlich und mengenmäßig begrenztes Markteinführungsprogramm. Schließlich sollen Wasserstoff und Methan aus dem Power-to-Gas-Verfahren als vollwertige erneuerbare Kraftstoffe anerkannt werden. Durch die Realisierung eines Anlagenvolumens von 1.000 MW könnten die spezifischen Installationskosten von derzeit 3.600 Euro pro Kilowatt elektrischer Leistung (kWel) auf etwa 1.000 Euro pro kWel im Jahr 2022 gesenkt werden. Gleichzeitig könnten damit pro Jahr zwischen zwei und vier Terawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom und 400 bis 800 Millionen Kubikmeter Wasserstoff erzeugt werden. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen seien für eine solche Marktentwicklung Investitionen von etwa 1,7 Milliarden Euro notwendig, so die dena.





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