Freitag, 5. Juni 2026

Power to GasWindgas für Greenpeace Energy

[30.10.2013] Das Hybridkraftwerk des Unternehmens Enertrag in Brandenburg erzeugt neben Strom und Wärme auch Windgas. Es soll nun an das nationale Gasnetz angeschlossen werden, um die Kunden des Energieversorgers Greenpeace Energy zu versorgen.
Das Hybridkraftwerk des Unternehmens Enertrag nutzt Windstrom zur Gewinnung von Wasserstoff. Nun soll es an das nationale Erdgasnetz angeschlossen werden.

Das Hybridkraftwerk des Unternehmens Enertrag nutzt Windstrom zur Gewinnung von Wasserstoff. Nun soll es an das nationale Erdgasnetz angeschlossen werden.

(Bildquelle: Enertrag)

Das Unternehmen Enertrag betreibt in Prenzlau (Brandenburg) nach eigenen Angaben das weltweit erste Kraftwerk, welches neben Strom und Wärme auch Windgas erzeugt. Wasser wird mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten – mit Strom aus Windenergie. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen mit dem so entstandenen Wind-Wasserstoff – dem Windgas – künftig rund 8.000 Gaskunden des Energieversorgers Greenpeace Energy versorgt werden. Dazu wird das Hybridkraftwerk nun an das nationale Erdgasnetz angeschlossen. „Windgas ist einer der wichtigsten Bausteine für das Gelingen der Energiewende in Deutschland“, sagt Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender von Enertrag. Ohne geeignete Speicher könne Deutschland sich nicht zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen. Windgas ließe sich in das herkömmliche Gasnetz einspeisen und wie gewohnt zum Heizen oder Kochen, aber auch als Treibstoff für Autos verwenden. Überdies sei es möglich, daraus wieder Strom zu machen, um wind- und sonnenschwache Zeiten zu überbrücken. Laut Enertrag arbeitet die Hybridanlage mit Windstrom aus drei Windenergieanlagen in unmittelbarer Nähe, mit denen sie über eine Direktleitung verbunden ist.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßte indes den Spatenstich für die Netzanbindung. Es sei ein positives Signal für die Umsetzung der Energiewende in Brandenburg. „Ich bin zuversichtlich, dass die Rolle des Erdgasnetzes als ein mögliches Speichermedium für erneuerbare Energien in den kommenden Jahren rasant zunehmen wird“, so Woidke weiter.





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