Main-Taunus-KreisGemeinsames Klimaschutzkonzept
Mit einem Konzept will der Main-Taunus-Kreis einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz auf lokaler Ebene leisten. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, soll das Papier bis zum Herbst 2014 vorliegen. „Klimaschutz und Energie gehen alle an“, sagt der Landrat. Mögliche Aspekte des Konzepts haben bereits Vertreter von Kommunen, Unternehmen und Institutionen im Rahmen einer Veranstaltung diskutiert. Das vom Kreis beauftragte Witzenhausen-Institut soll daraus den Rahmen und Schwerpunkte für die weitere Diskussion entwickeln. Bis September soll das Institut dann das Konzept erarbeiten. Damit erfüllt der Main-Taunus-Kreis laut eigenen Angaben einen Beschluss des Kreistags aus dem Jahr 2013.
2012 sind zunächst in einem Energiebericht Daten zum Verbrauch in Vergangenheit und Gegenwart zusammengestellt worden. Danach habe die hessische Kommune einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie in einem so genannten Energieleitbild festgeschrieben, das vom Kreistag bestätigt worden ist. Als dritter Schritt soll nun das Energie- und Klimaschutzkonzept Ziele setzen und konkrete Vorhaben benennen. Neben Städten und Gemeinden, Verbänden, Energieversorgern und anderen Organisationen sollen sich auch die Bürger beteiligen können. „Wir brauchen eine Strategie für klimaschonende, aber auch bezahlbare Energie“, erklärt Landrat Cyriax. Der Main-Taunus-Kreis leiste bereits seit Jahren einen Beitrag zum Energiesparen. Die Beispiele reichten von Solaranlagen auf Schuldächern bis hin zu Neubauten nach der Passivhaustechnik. Zudem versorgten die Abfalldeponiegesellschaften, an denen der Kreis beteiligt sei, mehr als 40.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Quellen. Nur rund ein Prozent des Stromverbrauchs in der Kommune fielen bislang auf die kreiseigenen Gebäude. „Hier sind ebenso die Kommunen, die Unternehmen und die Bürger gefragt.“ Das Thema Energie und Klimaschutz stoße bei den Bürgern in Deutschland auf großes Interesse, sagt Landrat Cyriax weiter. Er verweist auf Umfragen, wonach mehr als 80 Prozent der Bevölkerung die Ziele der Energiewende für wichtig halten und von der Bundesregierung erwarten, dass sie sich auf EU-Ebene für schärfere Klimaschutzziele einsetzt. Cyriax: „Wir reden hier aber nicht über London, Paris oder Brüssel, sondern wir wollen festlegen, was wir selbst zwischen Hohenheim, Eppstein und Eschborn ganz konkret tun können.“
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