MVV EnergieKonstante Dividende

MVV-Chef Georg Müller kündigte auf der Hauptversammlung des Unternehmens Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro in diesem Geschäftsjahr an.
(Bildquelle: MVV Energie AG)
Das Mannheimer Unternehmen MVV Energie will auch in den kommenden Jahren weiter in das Energiesystem der Zukunft investieren. Nachdem die Unternehmensgruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr über 320 Millionen Euro für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für die Stärkung der Energieeffizienz sowie für Modernisierung und Pflege ihrer bestehenden Netze und Anlagen aufgewendet hat, sollen im laufenden Geschäftsjahr dafür bis zu 500 Millionen Euro ausgegeben werden. Das kündigte MVV-Chef Georg Müller am vergangenen Freitag (13. März 2015) auf der diesjährigen Hauptversammlung des börsennotierten Energieversorgers in Mannheim an. Müller sagte: „Für uns steht die nachhaltige Verknüpfung von erneuerbaren und konventionellen Energien entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette im Vordergrund, um den Weg in das Energiesystem der Zukunft sozial und ökologisch, aber auch wirtschaftlich erfolgreich gestalten zu können.“
Neues Marktsystem
Die Energiewirtschaft befinde sich nach wie vor in einem Strukturwandel, betonte Müller vor den Aktionären. Die Politik habe die Aufgabe, die Rahmenbedingungen für ein neues Marktsystem zu schaffen, in dem die erneuerbaren, aber volatilen Energien und die konventionellen, aber sicheren Energien volks- und betriebswirtschaftlich sinnvoll betrieben werden können. Als grundlegende Voraussetzungen für diesen Wandel sieht das Mannheimer Energieunternehmen Verlässlichkeit und Planbarkeit. Dies könne über eine konsequente Weiterentwicklung des heutigen Energy-Only-Markts erfolgen, in dem bewusst wettbewerblich entstehende Preisspitzen zugelassen werden, oder über die Einführung eines dezentralen Leistungsmarkts. „Entscheidend“, so Müller, „ist am Ende ein Energiemarkt-Design, das Systemsicherheit schafft und permanente Eingriffe in Marktprozesse vermeidet“.
Gleichzeitig spricht sich MVV Energie für einen weiteren Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und eine entsprechende Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes aus. Nach den Worten des MVV-Vorstandsvorsitzenden leistet KWK „einen unverzichtbaren Beitrag zur Wärmewende als wesentlichem Teil der Energiewende“. Gerade in Städten und Ballungsräumen entlaste die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme in Verbindung mit der umweltfreundlichen Fernwärme den Wärmesektor maßgeblich und bleibe im Vergleich zu allen anderen Versorgungssystemen die volkswirtschaftlich effizienteste, ökologischste und für die Verbraucher günstigste Lösung.
Erneuerbare Kapazitäten gestiegen
Bei MVV Energie liege der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Energieerzeugung bereits heute bei 28 Prozent. Bei den erneuerbaren Energien hat die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben im vergangenen Geschäftsjahr ihre Erzeugungskapazitäten um 9 Prozent auf 344 Megawatt gesteigert. Dabei habe sich die in diesen erneuerbaren Anlagen erzeugte Strommenge um 16 Prozent auf 872 Millionen Kilowattstunden erhöht. Dies entspreche dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 250.000 Drei-Personen-Haushalten.
Im Geschäftsjahr 2013/14 hat das Mannheimer Energieunternehmen laut Müller ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht und dabei trotz der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten und des außergewöhnlich milden Winters die eigene Jahresprognose eingehalten. Der Umsatz der Mannheimer Unternehmensgruppe lag mit 3,8 Milliarden Euro fast wieder auf der Rekordmarke des Vorjahres, das operative Ergebnis belief sich auf 173 Millionen Euro (20433+wir berichteten).
Im laufenden Geschäftsjahr will MVV Energie wieder mit steigendem Ergebnis abschließen. Trotz erneut mildem Winter mit sinkenden Wärme- und Gasabsatz seien die Ziele ambitionierter geworden, sagte Müller. „Wir arbeiten intensiv daran, unsere Ergebnisprognose von 180 bis 195 Millionen Euro zu erreichen.“ Für das abgelaufene Geschäftsjahr haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung eine konstante Dividende von 90 Cent je Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttungssumme liegt damit erneut bei knapp 60 Millionen Euro.
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