Samstag, 23. Mai 2026

Stadtwerke MünsterIm Verbund mit Verbund

[07.07.2025] Die Stadtwerke Münster und das Energieunternehmen Verbund bündeln ihre Kräfte für ein gemeinsames Projekt: In Münster soll ein großer Batteriespeicher entstehen. Baubeginn ist für 2026 geplant. Die Anlage soll helfen, Strom aus Wind und Sonne besser zu nutzen.

Vertragsunterzeichnung: Gemeinsame Gesellschaft heißt Batteriespeicher Münster.

Sebastian Jurczyk (l.), Stadtwerke Münster; Thomas Bächle, Verbund Energy4Business

(Bildquelle: Stadtwerke Münster)

Die Stadtwerke Münster und das Unternehmen Verbund Energy4Business haben ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Ziel ist der Bau und Betrieb eines Batteriespeichers mit 16 Megawatt Leistung (wir berichteten). Die neue Gesellschaft heißt Batteriespeicher Münster. Das teilten beide Unternehmen Ende Juni in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Gestalter der lokalen Energiewende

Der Speicher soll helfen, Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen. Damit lasse sich Strom aus Wind- und Solaranlagen besser in das Netz integrieren, so die Unternehmen. Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk erklärte: „Beim Klimaschutz gilt: Kooperation ist der neue Wettbewerb. In der Batteriespeicher-Gesellschaft spielen wir unsere Stärke als Gestalter der lokalen Energiewende aus.“ Verbund bringe Fachwissen zu Speichertechnologien und Stromhandel ein.

Verbund Energy4Business ist Teil des österreichischen Energiekonzerns Verbund. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den größten Stromerzeugern aus Wasserkraft in Europa. In Deutschland hat Verbund bereits Batteriespeicher in Diespeck (Bayern), Hessisch-Lichtenau und Rechtenbach (beide Hessen) umgesetzt (wir berichteten).

„In der Batteriespeicher Münster GmbH bündeln wir die lokale Stärke der Stadtwerke Münster mit unserer umfangreichen Expertise“, sagte Verbund-Geschäftsführer Thomas Bächle. Man wolle die Energiewende „aktiv mitgestalten“.

Inbetriebnahme bis 2027

Die geplante Anlage wird als Freiluft-Batteriespeicher gebaut. Die Leistung beträgt 16 Megawatt. Im Dezember 2024 hatten Rat und Hauptausschuss der Stadt dem Projekt zugestimmt. Im Mai 2025 erteilte die Stadt die Baugenehmigung. Auch die EU-Kommission gab grünes Licht – sie prüfte das Vorhaben im Rahmen der Fusionskontrolle. Mit der offiziellen Gründung der Gesellschaft kann nun die Ausschreibung für den Bau starten. Der Bau soll 2026 beginnen. Spätestens 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen.





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