Mittwoch, 13. Mai 2026

Stadtwerke Kiel/HanseWerkGemeinschaftsunternehmen gegründet

[27.06.2025] Mit der Gründung des Unternehmens FördeWärme bündeln die Stadtwerke Kiel und HanseWerk Natur ihre Kräfte für eine klimaneutrale Nahwärmeversorgung. Die neue Gesellschaft soll bestehende Netze dekarbonisieren und neue Versorgungsgebiete rund um Kiel erschließen.

Ein zentrales Element für die Nahwärmeversorgung ist die so genannte Wärmebox, die klimaneutrale Wärme auf Basis der Wärmepumpentechnologie produziert.

(Bildquelle: Stadtwerke Kiel AG)

FördeWärme, ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Kiel und HanseWerk Natur, nimmt jetzt seine Arbeit auf. Wie die Stadtwerke Kiel mitteilen, ist es das Ziel der neuen Gesellschaft, die Wärmewende in Kiel und Umgebung durch eine klimaneutrale Nahwärmeversorgung voranzutreiben. Dazu übernimmt FördeWärme bestehende Nahwärmenetze der Stadtwerke Kiel, prüft deren Dekarbonisierungspotenzial und plant gleichzeitig den Ausbau neuer, lokal begrenzter Versorgungsstrukturen.

Im Fokus steht dabei eine Wärmeversorgung, die wirtschaftlich tragfähig bleibt und den Kundinnen und Kunden langfristig stabile Preise bietet. Eine vollständige Umstellung der bestehenden Netze auf klimaneutrale Erzeugung bis spätestens 2035 wird angestrebt – sofern eine Umsetzung im Einzelfall wirtschaftlich vertretbar ist. Die bestehenden Verträge mit Wärmekunden gehen im Zuge der Übernahme unverändert auf die neue Gesellschaft über; betroffene Haushalte werden darüber schriftlich informiert.

Nicht alle bisherigen Nahwärmegebiete der Stadtwerke Kiel werden in den Verantwortungsbereich von FördeWärme überführt. In Stadtteilen wie Holtenau, Neu-Meimersdorf und Projensdorf plant der Mutterkonzern, die Netze an das großflächige Fernwärmesystem der Stadtwerke Kiel anzuschließen. Dieses Fernwärmenetz erstreckt sich über eine Länge von rund 374 Kilometern und bildet einen weiteren zentralen Pfeiler der kommunalen Wärmeplanung.

FördeWärme konzentriert sich darüber hinaus auf den Aufbau neuer Nahwärmesysteme. Erste Planungen betreffen unter anderem die Stadtteile Schilksee, Friedrichsort und Elmschenhagen. Dort könnten dezentrale Versorgungsanlagen entstehen – vorausgesetzt, die Wärmeliniendichte vor Ort ist ausreichend und es stehen geeignete Flächen für die Erzeugung zur Verfügung. In einem ersten Schritt nimmt das Unternehmen gezielt Kontakt zu so genannten Ankerkunden mit hohem Wärmebedarf auf. Deren Anschluss an ein neu zu errichtendes Netz könnte die Wirtschaftlichkeit entscheidend verbessern.

Ein technisches Schlüsselelement der künftigen Versorgung ist die so genannte Wärmebox. Diese wurde von HanseWerk Natur entwickelt und erzeugt klimaneutrale Wärme auf Basis hocheffizienter Wärmepumpentechnologie. Dabei wird Strom aus erneuerbaren Quellen eingesetzt, um Umgebungswärme aus Luft, Boden oder Wasser nutzbar zu machen.

Die Gründung der FördeWärme ist eingebettet in die kommunale Wärmeplanung Schleswig-Holsteins. Nahwärmenetze gelten als wichtiger Bestandteil einer dezentralen und regenerativen Energieinfrastruktur – insbesondere dort, wo der Ausbau von Fernwärme nicht wirtschaftlich realisierbar ist.





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