EmissionshandelEU-Umweltausschuss plant Reform
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (ENVI) hat jetzt für eine Stärkung des EU-Kohlenstoffmarktes gestimmt. Um die Treibhausgasemissionen zu verringern, schlagen die Abgeordneten vor, die überschüssigen CO2-Zertifikate jährlich um 2,4 anstatt wie bislang um 2,2 Prozent zu reduzieren und die Kapazität der Marktstabilitätsreserve (MSR) zu verdoppeln. „Nach dem Vorschlag der Kommission und 650 eingereichten Änderungsanträgen hat heute der Umweltausschuss dem Rat ein starkes Signal gegeben“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses Giovanni La Via (EVP, IT). Es handele sich um einen ambitionierten und dennoch ausgewogenen Beschluss, der sowohl die Pariser Klimaziele als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie berücksichtige. Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kommentierte: „Das Votum zeigt: Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments meint es ernst mit dem Klimaschutz. Wir begrüßen vor allem den Ansatz, überschüssige Zertifikate aus dem Markt zu nehmen und in die Marktstabilitätsreserve zu überführen.“ Es sei auch erfreulich, dass sich die Fraktionen auf eine deutliche Anhebung des linearen Reduktionsfaktors haben einigen können: So werde die ausgeteilte Menge an CO2-Zertifikaten schneller reduziert. Aus Sicht des BDEW sollte der Beschluss nun als Richtschnur für die Verhandlungen im Umweltministerrat am 19. Dezember 2016 dienen. Mit Blick auf das Paris-Abkommen sei die Reform ein wichtiges Zeichen an die internationale Staatengemeinschaft. Auch Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, sagte: „Das Europaparlament hat heute den Emissionshandel gestärkt.“ Die Vorschläge seien ein deutliches Zeichen, dass die Parlamentarier dem Emissionshandel noch eine Chance geben wollen. Die Organisation freue sich, dass endlich eine größere Zahl von Emissionserlaubnissen stillgelegt werden soll, auch wenn die Menge noch nicht ausreiche. Sehr wichtig sei auch die vorgeschlagene Einrichtung eines Fonds, der vom Strukturwandel Betroffene unterstützen soll. „Jetzt kommt es auch auf die Bundesregierung und vor allem auf Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) an, die Reform im Gremium der EU-Regierungen ambitionierter zu gestalten. Wenn die EU es allerdings nicht schafft, den massiven Überschuss an Erlaubnisscheinen weitgehend zu löschen und die jährliche Reduktion der Erlaubnisse mindestens so anzusetzen, wie heute von den Europaparlamentariern vorgeschlagen, braucht auch Deutschland auf jeden Fall einen CO2-Mindestpreis, wie ihn Großbritannien schon hat“, forderte Bals.
Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte
[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...
Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen
[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...
Düsseldorf: Energie-Kommune dank Wärme- und Verkehrswende
[11.03.2026] Die Stadt Düsseldorf möchte ihre Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dabei spielen Fachkräfte, die Wärmewende und neue Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle. Für ihr Engagement wurde die Stadt nun von der AEE zur Energiekommune des Monats Februar gekürt. mehr...
Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig
[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...
AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025
[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...
Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte
[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...
Würzburg: Fahrplan zur Klimaneutralität
[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...
Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk
[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...
Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen
[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...
Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage
[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...
Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand
[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...
Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet
[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...
Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung
[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...
Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert
[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...
Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest
[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...















