HessenErneuerbare decken 20 Prozent
Im vergangenen Jahr wurden in Hessen erstmals 20 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt. „Noch nie war Hessen unabhängiger von gefährlicher Atomkraft und gefährlichem Atom- und schmutzigem Kohlestrom“, sagte Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung bei der Vorstellung der neuen Schätzprognose zur Energiebilanz Hessen (25. Mai 2018). „Wir haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat innerhalb eines Jahres um über drei Prozentpunkte zugenommen. Das zeigt zum einen: Hessen kann Energiewende. Das zeigt aber auch: Das 25-Prozent-Ziel ist bei diesem Ausbautempo in Reichweite.“ Wie das Wirtschafts- und Energieministerium mitteilt, ist in Hessen die Stromerzeugung aus Windkraft im Jahr 2017 auf den neuen Höchstwert von 3.243 Gigawattstunden (GWh) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr (2.204 GWh) ist das ein Plus von fast 50 Prozent. Auch die Stromerzeugung mit Solaranlagen sei 2017 wieder angestiegen. „Natürlich lag das auch an einem guten Windjahr 2017 und vergleichsweise vielen Sonnenstunden“, erläutert Minister Al-Wazir das Ergebnis. „Vor allem aber zeigt sich an dieser Entwicklung, wie leistungsstark die neu installierten Windenergieanlagen sind, die auch bei schwächeren Windverhältnissen eine hohe Leistung erzielen.“ Laut der hessischen Energiebilanz sind im Jahr 2017 103 Windenergieanlagen mit einer Leistung von über 300 Megawatt in Betrieb genommen worden.
20 Prozent aus Erneuerbaren
Wie das Ministerium weiter mitteilt, ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung auf 44,5 Prozent gestiegen. „Fast jede zweite in Hessen erzeugte Kilowattstunde Strom stammt aus erneuerbaren Energien“, sagte Al-Wazir. „Sie sind damit inzwischen der mit Abstand wichtigste Stromproduzent in Hessen, seit das Atomkraftwerk Biblis abgeschaltet wurde. Mit diesem in Hessen aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom wurden im vergangenen Jahr 20 Prozent des hessischen Stromverbrauchs gedeckt.“ Und der Ausbau der erneuerbaren Energien geht auch im Jahr 2018 weiter, kündigte der Minister an. So sind laut Ministeriumsangaben im ersten Quartal insgesamt 19 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 57,9 Megawatt (MW) in Betrieb gegangen. Insgesamt 88 Windenergieanlagen (264 MW) seien bereits genehmigt gewesen. Insgesamt drehen sich zum Ende des ersten Quartals in Hessen 1.072 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.991 MW.
Ein weiteres zentrales Ergebnis der Energiebilanz Hessen zeigt auf, dass der Primärenergieverbrauch leicht gesunken, der Endenergieverbrauch 2017 aber angestiegen ist. Das ist laut Ministerium auf den gestiegenen Kraftstoffverbrauch zurückzuführen. Der Verkehrssektor mache in Hessen 48,6 Prozent des Endenergieverbrauchs aus, weshalb fast die Hälfte der in Hessen verbrauchten Energie dem Verkehrssektor zuzurechnen sei. Dass dabei allerdings nur eine kleine Minderheit der Passagiere aus dem Transitland Hessen stamme, ist laut Ministerium auch dem Frankfurter Flughafen zuzuschreiben. Demnach hatte der Luftverkehr im Jahr 2017 einen Anteil von 49,5 Prozent, der Straßenverkehr von 48,9 Prozent.
Energieproduktivität steigt
Weitgehend konstant ist laut der Energiebilanz der Endenergieverbrauch je Einwohner seit dem Jahr 2015. Der temperaturbereinigte Stromverbrauch je Einwohner sei seit Jahren rückläufig. Aber auch hessische Unternehmen würden immer energieeffizienter: Sie erzeugen pro Einheit eingesetzter Energie immer mehr wirtschaftliche Leistung.
Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert
[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...
Steinbeis: Neue AG für Konfliktkommunikation
[02.02.2026] Eine neue Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Konflikte bei Energie- und Infrastrukturprojekten zu verringern. Sie richtet sich an Verantwortliche aus Unternehmen und Kommunen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger stärker in Planungen einzubeziehen. mehr...
BDEW: Milliardeninvestitionen in den Netzausbau gefordert
[02.02.2026] Neue Regionalszenarien der Stromverteilnetzbetreiber zeigen einen drastisch steigenden Bedarf an Netzanschlüssen bis 2045. Der BDEW fordert deshalb Milliardeninvestitionen in den Netzausbau und bessere regulatorische Rahmenbedingungen, um privates Kapital zu mobilisieren. mehr...
KRITIS-Dachgesetz: BDEW fordert Tempo
[30.01.2026] Der Bundestag hat gestern das KRITIS-Dachgesetz zur Umsetzung der CER-Richtlinie verabschiedet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordert nun Tempo, klare Zuständigkeiten und eine praxisnahe Ausgestaltung, um die Resilienz kritischer Infrastrukturen wirksam zu erhöhen. mehr...
Gebäudeenergiegesetz: Spitzenverbände fordern Reform
[29.01.2026] Mehrere Spitzenverbände aus Energie-, Kommunal- und Immobilienwirtschaft fordern eine schnelle und grundsätzliche Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie verlangen klare, investitionsfreundliche und praxistaugliche Regeln, die nationale und europäische Vorgaben zusammenführen. mehr...
VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert
[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...
BSW-Solar: Bündnis fordert Fortsetzung der Photovoltaik-Förderungen
[28.01.2026] Ein breites Bündnis aus Wirtschafts- und Zivilgesellschaftsverbänden warnt vor geplanten Kürzungen bei der Förderung von Photovoltaik auf Gebäuden. Nach Ansicht der Unterzeichner würde ein Abbau der Förderung den Solarausbau bremsen, Strompreise verteuern und die Klimaziele gefährden. mehr...
Rheinisches Revier: Gigawattpakt erreicht Ausbauziele
[26.01.2026] Der Gigawattpakt im Rheinischen Revier erreicht schneller als geplant zentrale Ausbauziele: Die installierte Leistung erneuerbarer Energien ist seit Ende 2020 auf 4,4 Gigawatt gestiegen. Damit rückt die für 2028 vorgesehene Marke von fünf Gigawatt bereits nach knapp vier Jahren in greifbare Nähe. mehr...
Schleswig-Holstein: Erhöhung des Bürgerenergiefonds
[20.01.2026] Schleswig-Holstein erhöht den Bürgerenergiefonds um weitere fünf Millionen Euro und stärkt damit die Finanzierung von Energieprojekten in Bürgerhand. Das Gesamtvolumen des Fonds steigt auf 15 Millionen Euro und soll neue Wind-, Solar- und Wärmeprojekte anschieben. mehr...
BDEW: Stellungnahme zur Kraftwerksstrategie
[19.01.2026] Bundesregierung und EU-Kommission haben sich auf Eckpunkte der Kraftwerksstrategie verständigt und damit den Weg für neue Ausschreibungen und zusätzliche gesicherte Leistung geebnet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sieht darin ein wichtiges Signal für Versorgungssicherheit und Investitionen in steuerbare Kapazitäten. mehr...
BDEW: Zehn-Punkte-Papier für mehr Resilienz
[14.01.2026] Nach dem mehrtägigen Stromausfall infolge eines Brandanschlags in Berlin fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rasche politische und rechtliche Konsequenzen. Ein Zehn-Punkte-Papier soll die Resilienz Kritischer Energie- und Wasserinfrastrukturen gegen Sabotage, Ausfälle und Krisen stärken. mehr...
Deutscher Landkreistag: Änderungen an KRITIS-Dachgesetz gefordert
[12.01.2026] Ein mehrtägiger Stromausfall nach einem Anschlag im Berliner Südwesten hat aus Sicht der Landkreise gravierende Schwachstellen in der Krisenvorsorge offengelegt. Der Deutsche Landkreistag dringt deshalb auf einen umfassenderen Schutz Kritischer Infrastrukturen und auf Nachbesserungen beim geplanten KRITIS-Dachgesetz. mehr...
Sachsen: Fortsetzung der zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle
[12.01.2026] Sachsen setzt die Arbeit seiner zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle fort und beauftragt die bisherige Trägergemeinschaft erneut. Damit soll der Aufbau einer durchgängigen Wasserstoffwirtschaft bis 2030 weiter unterstützt werden. mehr...
Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert
[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...
AEE: Fortschritte bei Flächen-Ausweisungen
[07.01.2026] Die Bundesländer kommen bei der Ausweisung von Flächen für Windenergie voran, erreichen die gesetzten Zwischenziele jedoch bislang nur teilweise. Ein Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Ländern sowie Fortschritte bei Genehmigungen und Photovoltaik-Freiflächen. mehr...
















