Dienstag, 12. Mai 2026

Agora EnergiewendeEEG-Umlage bleibt konstant

[10.08.2018] Agora Energiewende prognostiziert, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr nicht steigen wird. Ein Grund: Die Übertragungsnetzbetreiber haben auf dem EEG-Konto einen Überschuss von mehreren Milliarden Euro angehäuft.

Die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) wird im Jahr 2019 voraussichtlich zwischen 6,7 und 6,9 Cent pro Kilowattstunde liegen und damit das dritte Jahr in Folge weitgehend konstant bleiben. Das hat Agora Energiewende ermittelt. Dass die EEG-Umlage trotz des Wachstums bei den erneuerbaren Energien nicht steigt, hat nach Angaben der Denkfabrik mehrere Gründe: Zum einen erlösen Erneuerbare-Energien-Anlagen aufgrund allgemein gestiegener Großhandelsstrompreise immer mehr Geld am Strommarkt. Dadurch verringere sich ihre Förderung, die über die EEG-Umlage aufgebracht wird. Zum anderen haben die Übertragungsnetzbetreiber auf dem EEG-Konto auch 2018 einen Überschuss von mehreren Milliarden Euro angehäuft – ein Großteil dieser Liquiditätsrücklage könne im kommenden Jahr an die Stromverbraucher zurückgegeben werden und so die EEG-Umlage dämpfen.
Diese Effekte seien in Summe so stark, dass sie eine ursprünglich für 2019 prognostizierte deutliche Erhöhung der EEG-Umlage komplett kompensieren. Agora Energiewende rechnet nun damit, dass die EEG-Umlage 2020 die Marke von sieben Cent pro Kilowattstunde überschreitet. Auf diesem Niveau werde die Umlage Anfang der 2020er-Jahre – je nach erwartetem Börsenstrompreis und Zubau der erneuerbaren Energien – verharren und anschließend ab Mitte der 2020er-Jahre wieder sinken.
Frank Peter, stellvertretender Direktor von Agora Energiewende, erklärt: „Die hohen Investitionen Deutschlands in erneuerbare Energien der vergangenen 15 Jahre tragen jetzt Früchte. Wir bekommen Jahr für Jahr mehr Strom aus erneuerbaren Energien, während die Förderkosten dafür bereits heute konstant bleiben und schon in wenigen Jahren immer weiter sinken werden.“ Offiziell wird die EEG-Umlage für 2018 am 15. Oktober von den vier Betreibern der Stromübertragungsnetzte bekanntgegeben.



Stichwörter: Politik, Agora Energiewende


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