WaiblingenDer Wille zur Energiewende

Auch im Ahornweg in der Stadt Waibling wurden fleißig Solaranlagen auf die Dächer gebaut.
(Bildquelle: Stadt Waiblingen)
Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat Waiblingen als Energie-Kommune des Monats März ausgezeichnet. Eindrucksvoll und mit viel Elan zeige die baden-württembergische Stadt, dass die Energiewende auch auf innerstädtischen Flächen machbar ist, begründet die AEE ihre Entscheidung. Der Waiblinger Stadtentwicklungsplan sehe vor, bis zum Jahr 2030 die CO2-Emissionen gegenüber 2005 um 50 Prozent zu verringern. Zur Umsetzung dessen wurde bereits im Jahr 2006 eine Solaraufbaupflicht eingeführt, die auch der Gemeinderat von Anfang an mitgetragen hat. Damit ergab sich die Chance, für Neubaugebiete mindestens 50 Prozent der geeigneten Dachflächen mit Solaranlagen auszustatten. Die Kommune ist in der Regel Eigentümer der Baugrundstücke. So lassen sich im jeweiligen Bebauungsplan eine Aufbaupflicht sowie eine privatrechtliche Verpflichtung für die Käufer verankern, informiert die AEE. Der Plan geht auf: Seit dem Jahr 2006 sind in elf Wohngebieten und neun Gewerbegebieten weit über 550 Solaranlagen auf den Dächern installiert worden. Waiblingen hat auch dadurch die erneuerbare Stromerzeugung von 430 Megawattstunden (MWh) im Jahr 2006 auf über 8.800 MWh im Jahr 2018 erhöhen können.
Solaraufbaupflicht auch bei Sanierung
Die Solaraufbaupflicht gelte aber nicht nur beim Neubau: Auch bei der Sanierung von städtischen Dächern kommt der Wille zur Energiewende zum Tragen, sodass die Kommune den Aufbau von Solaranlagen auch verwaltungsintern fördert. 32 städtische Gebäudedächer sind bereits mit Solaranlagen ausgestattet. Dazu zählen unter anderem Schulen und Kindertagesstätten, Turnhallen und das Rathaus. Insgesamt erzeugen die Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden eine Leistung von knapp 1.000 Kilowattstunden. Auch die Bürger seien beteiligt und haben in die Bürgersolarstromanlage auf dem Rathaus investiert. Engagement beweist die Kommune laut AEE darüber hinaus beim Thema Wärme. Sie nutzt demnach Holzhackschnitzelanlagen, Solarthermie und anfallendes Klärgas des städtischen Klärwerks im Heizkraftwerk zur Wärmeversorgung. Zusätzlich dazu treibe Waiblingen die Realisierung von zwei klimaneutralen Baugebieten voran.
Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor
[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen
[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...
dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet
[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...
Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung
[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...
Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt
[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...
Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040
[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...
Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz
[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...
Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen
[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...
Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert
[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...
BDEW/ZSW: 53 Prozent des Stromverbrauchs stammen aus Erneuerbaren
[07.04.2026] Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal 2026 erstmals 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem ein kräftiger Zuwachs bei der Windkraft treibt den Anteil nach oben und unterstreicht die wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und Klimaziele. mehr...
Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt
[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...
Difu: Studie zu Förderprogrammen
[30.03.2026] Eine Studie des Difu empfiehlt pauschale Klimabudgets und weniger Bürokratie für Kommunen. Damit sollen stockende Projekte beschleunigt werden, die bisher an komplexen Förderverfahren scheitern. mehr...
Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW
[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...
Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte
[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...
Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen
[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...













