Samstag, 17. Januar 2026

NürnbergSiemens stellt E-Bus-Ladetechnik

[23.06.2020] Siemens wird für Nürnberg die Lade-Infrastruktur für E-Busse liefern und an 39 Stellplätzen in einem Bus-Depot der VAG installieren. Damit können 20 Busse mit bis zu 150 Kilowatt gleichzeitig mit 100 Prozent Ökostrom geladen werden.
20 Busse können zukünftig zeitgleich in einem Bus-Depot in Nürnberg geladen werden.

20 Busse können zukünftig zeitgleich in einem Bus-Depot in Nürnberg geladen werden.

(Bildquelle: VAG / Alfred Rieß)

Siemens Smart Infrastructure hat von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) den Auftrag erhalten, den neu entstehenden eBus-Port mit einem Mittelspannungsanschluss sowie Lade-Infrastruktur auszustatten. Mit 39 Stellplätzen ist dies laut Siemens eines der ersten großen Depots für elektrisch betriebene Busse in Deutschland. Es wird sich auf dem VAG-Betriebsgelände im Stadtteil Schweinau befinden und soll ausschließlich mit Ökostrom versorgt werden. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2021 geplant. Elektrische Busse spielen eine wichtige Rolle dabei, die Schadstoff- und Lärmbelastung in Städten zu reduzieren und damit die Lebensqualität zu erhöhen. Allein durch den Einsatz eines E-Busses mit einer täglichen Laufleistung von etwa 200 Kilometer können, sogar im Vergleich zu modernsten Dieselbussen, jährlich etwa 60 Tonnen CO2 eingespart werden, teilt Siemens mit. Die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs gilt daher oft als wesentlicher Bestandteil des städtischen Klimaschutzes.
„Das Depot wird das neue Zuhause unserer eBus-Flotte sein, die wir in den nächsten Jahren sukzessive aufstocken wollen“, sagt der VAG-Vorstandsvorsitzende Josef Hasler. Mit der Lade-Infrastruktur von Siemens können zeitgleich bis zu 20 der Busse parallel geladen werden – entweder über Nacht oder während anderer betrieblicher Aufenthaltszeiten. Um das Depot an das öffentliche Stromnetz anzuschließen, installiert Siemens laut eigenen Angaben verschiedene elektrische Systeme, wie Mittelspannungsschalttechnik und Transformatoren. Über Niederspannungsschaltanlagen werde der Strom innerhalb des Depots weiter an die einzelnen Ladestationen verteilt. Das Ladesystem setze sich aus 20 so genannten Ladezentren vom Typ Sicharge UC 200 zusammen. Ein Zentrum könne bis zu 150 kW Leistung abgeben und damit zwei Stellplätze über Ladekabel und Stecker mit elektrischer Energie versorgen.





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