Samstag, 9. Mai 2026

EEG-NovelleBEE fordert Nachbesserungen

[11.09.2020] Die Novellierung des EEG stößt auf viel Kritik. Auch der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordert drastische Nachbesserungen, insbesondere bei den Ausbauzielen für erneuerbare Energien.

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) befindet sich seit Anfang September in der Ressortabstimmung. Bereits am 23. September 2020 soll der Entwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium im Kabinett beschlossen werden. „Was lange währt, ist noch nicht gut, um das erforderliche Aufbruchssignal für Klimaschutz, Innovation und Energiewende zu senden. Während der Ressortabstimmung sind dringend Anpassungen erforderlich, die vergangene Fehlsteuerungen ausbügeln und die langjährige Kritik von Branche, Wirtschaft und Verbänden endlich aufnehmen. Die aktuelle Version des Referentenentwurfs zur EEG-Novelle greift eindeutig zu kurz“, erklärt Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Die adressierten Maßnahmen seien unzureichend, um neuen Schwung in den Ausbau der Erneuerbaren zu bringen. Man fordere dringend Nachbesserungen.
Die Ausbauziele und die darauf aufsetzenden jährlichen Zielkorridore für die erneuerbaren Energien seien nicht geeignet, der wachsenden Nachfrage nach CO2-freier Energie aus Mobilität, Wärme und Industrie zu begegnen. Strom spiele im Rahmen der Sektorenkopplung eine wachsende Rolle. „Die Bundesregierung muss eine ehrliche Abschätzung des Stromverbrauchs 2030 vornehmen, die die Mehrbedarfe durch Wärmepumpen, E-Autos und Power-to-X berücksichtigt. Nur so lässt sich vermeiden, dass es bereits in wenigen Jahren eine Stromerzeugungslücke gibt, die den zügigen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern blockieren könnte“, erklärt Peter weiter. Zur Vermeidung der Lücke brauche es bis 2030 eine jährlich zu installierende Leistung von 4.700 Megawatt Windenergie Onshore, 2.000 MW Windenergie Offshore, 10.000 MW Photovoltaik, 600 MW Bioenergie sowie jeweils 50 MW Geothermie und Wasserkraft. Hier sei darauf zu achten, dass Regelungen zur Eigenversorgung getroffen und gestärkt würden, denn eine intelligente Ausgestaltung des Eigenverbrauchs könne Lastspitzen und Netzengpässe vermeiden sowie Netzausbaukosten verringern. Zudem erhöhe die Eigenversorgung die Akzeptanz für erneuerbare Energien.



Stichwörter: Politik, BEE, EEG


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