Mittwoch, 24. Juni 2026

Wärme HamburgWeniger Kohle im Kraftwerk Wedel

[28.10.2020] Der Kohleeinsatz im Heizkraftwerk Wedel wird deutlich reduziert. Für die Restlaufzeit wird mit bis zu 30 Prozent weniger des fossilen Brennstoffs geplant.
Übersicht über die Arten der Kohlereduzierung im Kraftwerk Wedel.

Übersicht über die Arten der Kohlereduzierung im Kraftwerk Wedel.

(Bildquelle: Wärme Hamburg)

Der Aufsichtsrat von Wärme Hamburg hat eine Reduzierung der Kohleverbrennung im Heizkraftwerk Wedel beschlossen. Im Rahmen einer Selbstverpflichtung werde Wärme Hamburg den Kohleeinsatz ab sofort um 20 Prozent und ab 2023 um mindestens 30 Prozent pro Jahr reduzieren. Das entspreche rund 150.000 Tonnen weniger Kohle pro Jahr. Möglich werde diese Reduktion vor allem durch eine Verlagerung auf andere gasgefeuerte Wärmeerzeuger im Kraftwerkspark von Wärme Hamburg. Ab der Heizperiode 2022/2023 soll eine 80 Megawatt Power-to-Heat-Anlage am Standort Wedel Windstrom in Wärme umwandeln und so Kohle verdrängen. Die Versorgungssicherheit der Kunden werde nicht beeinträchtigt.
Durch die Kohlereduktion reduziert Wärme Hamburg laut eigenen Angaben während der Restlaufzeit des Heizkraftwerks Wedel auch die CO2-Emissionen am Standort in erheblichem Umfang. Das Unternehmen reagiert damit auf die Anforderungen des Volksentscheids aus dem Jahr 2013 sowie die aktuelle Klimaschutzgesetzgebung und entspreche auch dem Kundenwunsch nach möglichst klimafreundlicher Wärme. Die aktuelle Planung zum Ersatz des Kraftwerks in Wedel sieht den Start der Inbetriebnahme in der Heizperiode 2023/24 vor. Nach Sicherstellung eines stabilen Dauerbetriebs soll 2025 die endgültige Abschaltung des Kraftwerks erfolgen. „Unser kommunales Unternehmen verzichtet auf Einnahmen und leistet einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Wärmewende, der sowohl Hamburg als auch Schleswig-Holstein bei der Erreichung der Klimaziele hilft. Mit dem Energiepark Hafen werden wir das heutige Kohlekraftwerk in Wedel zu einem großen Teil durch klimaneutrale Wärme ersetzen“, erklärt Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima und Energie und Aufsichtsratsvorsitzender von Wärme Hamburg.



Stichwörter: Klimaschutz, Fernwärme, Hamburg


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...

BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung

[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...

Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten

[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...

eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht

[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...

Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet

[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...

Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award

[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...

Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende

[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...

Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt

[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...

Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere

[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor

[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen

[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...

dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet

[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...

Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung

[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...

Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt

[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...

Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040

[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...