WindNODEAlle Emissionen kompensiert

Alle WindNODE-Projekte, hier ein Hochtemperatur-Stahlspeicher für die GEWOBAG in Berlin zur Rückverstromung, sind nun CO2-frei gestellt.
(Bildquelle: Kerstin Reisch / Lumenion)
Im Rahmen von „WindNODE – Das Schaufenster für intelligente Energie aus dem Nordosten Deutschlands“ erarbeiten 70 Projektpartner Lösungen für eine Welt, in der 100 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Hier und heute jedoch fallen auch durch die Projektarbeit Emissionen an. Nun hat WindNODE laut eigenen Angaben einen neuen Weg beschritten und den CO2-Fußabdruck der Projektarbeit ermittelt. Und nicht nur das: Durch den freiwilligen Beitrag einiger Projektpartner seien die verursachten Emissionen vollständig kompensiert worden. Gemeinsam mit dem Unternehmen Siemens und der TU Berlin (Fachgebiet Energiesysteme) wurde deshalb ein Verfahren zur Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA) des Forschungsprojekts entwickelt. Dafür habe die Mehrzahl der Verbundpartner an einer Datenerhebung teilgenommen und Personenarbeitsjahre, Dienstreisen, Materialaufwendungen und anderes erfasst. Dabei waren eine Reihe von Annahmen und Vereinfachungen zu treffen. Die Größenordnung der relevanten Emissionen konnte jedoch zuverlässig bestimmt werden. WindNODE hat demnach in etwa 1.106 Tonnen CO2-Äquivalent verursacht.
„Soweit wir wissen, haben sich bisher kaum Forschungsprojekte der selbstkritischen Frage nach ihrem CO2-Fußabdruck gestellt. Hierfür können unsere Arbeiten eine methodische Blaupause liefern. Wir empfehlen, Projekte von Anfang an möglichst emissionsarm zu planen und sodann die CO2-Bilanzierung in Zukunft zum regulären Teil von F&E-Projekten oder auch Klimakonferenzen zu machen. Dazu gehört auch, dass Kompensationsaufwendungen für unvermeidliche Emissionen Teil der Projektbudgets werden“, erklärt Markus Graebig, WindNODE-Gesamtprojektleiter. Die Kosten für die Kompensation haben mehrere Partner freiwillig und aus eigenen, ungeförderten Mitteln übernommen.
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