enercityNachhaltige Wärme in Rothenburgsort

Durch die Energiezentrale Oberhafen und die neu gebaute Fernwärme-Leitung kann Hamburg-Rothenburgsort seit Beginn des Jahres 2021 mit nachhaltiger Industrieabwärme versorgt werden.
(Bildquelle: enercity)
enercity erweitert ihr in der Hamburger HafenCity Ost gestartetes Fernwärmenetz nach Rothenburgsort. Seit 1. Januar 2021 versorgt der Energiedienstleister laut eigenen Angaben über seine Tochter enercity Contracting Nord über 160 Wohnungen in einer Wohnanlage im Billhorner Mühlenweg mit Industriewärme. Diese Wärme sei nahezu CO2-frei, da sie hauptsächlich aus Abwärme des nahe gelegenen Kupferproduzenten Aurubis bestehe. Weitere Gebäude im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort werden schrittweise an das ausgebaute Wärmenetz angeschlossen. enercity investiere hier rund elf Millionen Euro in das Zukunftsvorhaben. Der Stadtteil Rothenburgsort liegt in direkter Nachbarschaft zur Hamburger HafenCity Ost. Bereits seit dem Jahr 2018 beliefert dort enercity laut eigenen Angaben Kunden mit Industriewärme. Die mehr als 4.600 Wohnungen im zentrumsnahen Wohngebiet Rothenburgsort werden aktuell überwiegend mittels Öl- und Gasheizungsanlagen wärmeversorgt. Das will enercity ändern, zumal in dem wachsenden Stadtteil zahlreiche Neubauvorhaben in Planung sind. Die Erschließung des bereits bebauten Bestandgebiets mit Fernwärme sei Ausgangsbasis für eine fast klimaneutrale Wärmeversorgung.
„Immer mehr Gebäudeeigentümer erkennen den Vorteil unserer klimafreundlichen Wärmeversorgung und schließen ihre Objekte an unser Wärmenetz an. In naher Zukunft versorgen wir über 2.000 Wohnungen in Rothenburgsort mit Wärme, deren Eigentümer sich bereits für unser Angebot entschieden haben“, sagt Manfred Schüle, Geschäftsführer enercity contracting. Wie enercity weiter mitteilt, hat die Wärme für Rothenburgsort durch die überwiegende Nutzung industrieller Abwärme von Aurubis einen niedrigen Primärenergiefaktor von 0,21, während Gaskessel nur einen Wert von 1,1 aufweisen.
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