Mittwoch, 8. Juli 2026

ArnsbergGasleitung als H2-Speicher

[21.07.2021] Arnsberg will mit innovativer Wasserstoff-Technologie klimaneutral werden. Eine elf Kilometer lange Erdgasleitung soll dabei als Speicher für Wasserstoff dienen.
Startschuss für die Klimaschutz-Modellregion Sauerland.

Startschuss für die Klimaschutz-Modellregion Sauerland.

(Bildquelle: Westenergie)

In der nordrhein-westfälischen Stadt Arnsberg entsteht das Energiesystem der Zukunft. Westenergie startet dazu mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Klimaschutz-Modellregion Sauerland. Das teilt Westenergie mit. Gemeinsames Ziel ist, Arnsberg über den Einsatz moderner Wasserstoff-Technologie klimaneutral zu machen. In den kommenden Jahren sollen dafür Industrie, mittelständische Unternehmen sowie der Mobilitätsbereich in die Nutzung von Wasserstoff einsteigen. Kern der Klimaschutz-Modellregion Sauerland ist eine elf Kilometer lange Erdgasleitung, die auf den Betrieb von Wasserstoff umgestellt und damit auch als Energiespeicher dienen wird. Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Christoph Dammermann (FDP), Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen, Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender der E.ON SE, Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, sowie Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft und Politik haben am 21. Juli 2021 gemeinsam den Startschuss für die Klimaschutz-Modellregion Sauerland gegeben.
„Die Klimaschutz-Modellregion Sauerland wird den Beleg dafür liefern, dass die verschärften Klimaziele tatsächlich erreichbar sind. Hier in Arnsberg wird sich zeigen, dass klimapolitischer Fortschritt dort stattfindet, wo die Dinge praktisch umgesetzt werden“, betont Birnbaum. „Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft gelingt uns nur dann, wenn wir mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenarbeiten und die vorhandene Gas-Infrastruktur nutzen. Hier in Arnsberg sind die Bedingungen für eine Modellregion optimal, weil wir eine geeignete Erdgasleitung betreiben, die zur Hauptschlagader des Projektes wird“, sagt Katherina Reiche. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung, die auch per Online-Streaming übertragen wurde, unterzeichneten die Mitglieder des Projektbeirats eine Kooperationsvereinbarung. Gemeinsam werden sich die Partner um Fördergelder für die verschiedenen, technologisch innovativen Projektabschnitte der Klimaschutz-Modellregion Sauerland bewerben. Der Start des Projekts ist für Mitte 2022 geplant. Die Umsetzung des Modellprojekts verteilt sich über mehrere Stufen. Zunächst plant Westnetz, Verteilnetzbetreiber der Westenergie, die elf Kilometer lange Gas-Hochdruckleitung zwischen Arnsberg und Eisborn auf den Betrieb von Wasserstoff umzustellen. Die Leitung verfügt über ein Speichervermögen von rund 150 Megawattstunden und ist Teil eines früheren überregionalen Transportnetzes. Das Speichervolumen ist ausreichend, um beispielsweise 1.000 moderne Einfamilienhäuser an einem kalten Wintertag mit nachhaltiger Energie zu versorgen. Ein Gutachten des TÜV Nord hat bereits die Möglichkeit einer Umstellung auf den Betrieb mit reinem Wasserstoff grundsätzlich bestätigt.





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