Blauer KompassStart als neuer Bundespreis

Erstmals können sich in der Wettbewerbsrunde 2022 auch Kommunen um den Bundespreis Blauer Kompass bewerben.
(Bildquelle: BMUV / UBA)
Am 18. Januar 2022 startete die Bewerbungsfrist für den Blauen Kompass, die höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland für Projekte zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Im Jahr 2022 wird der Preis erstmals als Bundespreis ausgelobt. Ab sofort suchen Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gemeinsam innovative Projekte mit nachhaltigen Lösungen für die Klimaanpassung. Bewerben können sich wie bisher private und kommunale Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen. Neu ab 2022: Erstmals können auch Städte, Gemeinden und Landkreise ihre innovativen Projekte einreichen. Bewerbungsfrist ist der 25. März 2022. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro je Gewinnerprojekt dotiert.
„Kommunen in Deutschland sind vielfältig und jede hat ganz eigene Voraussetzungen. Dennoch können Bürgermeister und Landräte gut voneinander lernen. Mit dem neu aufgelegten Bundespreis Blauer Kompass wollen wir bewusst solche Lösungen finden, die zum Nachahmen auffordern, um deutschlandweit die bestmögliche Klimaanpassung zu erreichen“, erklärt Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen). Ob klimaresiliente Produkt- und Fertigungskreisläufe, innovative Konzepte zum Umgang mit neuen Krankheitserregern und invasiven Arten, der klimaangepasste Einsatz von Pestiziden, renaturierte Moore und Wälder oder naturbasierte Maßnahmen zur Starkregenvorsorge – im Sommer 2021 zeigten die verheerenden Starkregenkatastrophen wie wichtig es ist, sich an die Folgen der Erderhitzung anzupassen. Vor diesem Hintergrund sind Klimaanpassung und Klimavorsorge zu Aufgaben für die gesamte Gesellschaft geworden. Daher richtet sich der neue Bundespreis Blauer Kompass an sehr verschiedene Akteure. Projekte aus vier Kategorien können sich bewerben: Kommunen, private und kommunale Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen. Nach der Bewerbungsfrist nominieren Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt im Mai 2022 zwanzig Projekte für den Bundespreis. Alle fünf ausgezeichneten Projekte je Kategorie werden am 16. September 2022 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Die Gewinner erhalten neben dem Preisgeld eine besondere Trophäe sowie Unterstützung bei der bundesweiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
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