OsnabrückMachen statt reden

Auftaktveranstaltung für das Vorreiterkonzept Klimaschutz im Osnabrücker Ratsaal.
v.l.: Tobias Langer, Fachdienstleiter Umweltplanung; Oberbürgermeisterin Katharina Pötter; Robert Werner, Geschäftsführer des Hamburg Instituts und seine Mitarbeiterin Jana Kapfer; Claudia Leyers, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz
(Bildquelle: Stadt Osnabrück/Silke Brickwedde)

Auftaktveranstaltung für das Vorreiterkonzept Klimaschutz im Osnabrücker Ratsaal.
v.l.: Tobias Langer, Fachdienstleiter Umweltplanung; Oberbürgermeisterin Katharina Pötter; Robert Werner, Geschäftsführer des Hamburg Instituts und seine Mitarbeiterin Jana Kapfer; Claudia Leyers, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz
(Bildquelle: Stadt Osnabrück/Silke Brickwedde)
Vor knapp einem Jahr hat der Rat der Stadt Osnabrück beschlossen, dass die gesamte Stadt bis spätestens im Jahr 2040 klimaneutral werden soll. Die Stadtverwaltung mit allen Liegenschaften soll bereits 2030 so weit sein. Vorausgegangen war ein entsprechendes Bürgerbegehren der Initiative Osnabrück Klimaneutral. Jetzt hat die Stadtverwaltung das Hamburg Institut Consulting, kurz Hamburg Institut, beauftragt, ein Klimaschutzkonzept mit einer konkreten Handlungsstrategie inklusive Maßnahmen zu erarbeiten.
Zieljahr 2040 nicht überbewerten
Bei einer Auftaktveranstaltung im Osnabrücker Ratssaal skizzierte Robert Werner, Geschäftsführer des Hamburg-Instituts, Ideen und Vorgehensweise. Er erklärte: „Das Zieljahr 2040 sollte nicht überbewertet werden, vielmehr geht es darum, jetzt schnell große Einsparungen zu erzielen – jetzt handeln statt viel zu reden und sich auf Maßnahmen zu konzentrieren, die aufgrund ihres CO2-Reduktionspotenzials besondere Priorität haben müssen.“ Hier könne beispielsweise durch den Einsatz innovativer Technologien in der Wärmeversorgung viel erreicht werden.
In diesem Zusammenhang müsse auch die Rolle der Stadtwerke beleuchtet werden. „Eigene Stadtwerke sind eine große Chance für Kommunen wie Osnabrück, da sie Einfluss auf den Energiemarkt innerhalb der Stadtgrenzen nehmen. Der derzeit dringend notwendige Umbau von Stadtwerken zu Energiedienstleistern für klimaneutrale Lösungen braucht aber Zeit, Geld und vor allem die entsprechende Unterstützung der Kommunalpolitik“, sagte Werner.
Offen für innovative Lösungsansätze
Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) machte deutlich, dass es daran nicht scheitern soll: „Osnabrück hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits viel für den Klimaschutz getan, oft mutige Entscheidungen getroffen und sich nicht zuletzt dadurch immer wieder einen Namen als Vorreiterkommune im Klimaschutz gemacht. Diesen Mut werden wir beibehalten und offen sein für innovative Lösungsansätze und Maßnahmen.“ Die Erarbeitung des Vorreiterkonzeptes soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein. Im Frühjahr und Herbst sollen Zwischenergebnisse der Politik vorgestellt werden. Für den Sommer ist eine breite Bürgerbeteiligung geplant.
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