Dienstag, 3. März 2026

badenovaPacht von Energieallee gesichert

[13.03.2024] Sinsheim sichert badenova für die Energieallee Sinsheim städtische Pachtflächen von rund 42 Hektar zu.
Fotomontage der Energieallee Sinsheim.

Fotomontage der Energieallee Sinsheim.

(Bildquelle: badenova)

Mit der Idee, entlang der Autobahn A6 einen Windpark zu errichten, war badenova im vergangenen Jahr an die Stadt Sinsheim herangetreten, die dem Projekt sehr positiv gegenüberstand. Im Rahmen einer gemeinsamen Bürgerinformationsveranstaltung im November 2023 hatten beide Seiten daraufhin interessierte Bürgerinnen und Bürger transparent über das Projekt informiert und aktiv eingebunden, um eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Wichtig für die Menschen vor Ort war unter anderem, dass die Standorte der Windenergieanlagen nicht im Wald und nicht in der Nähe der Autobahn liegen. In seiner Sitzung am 30. Januar 2024 stimmte der Sinsheimer Gemeinderat schließlich einstimmig für den Windpark und ebnete damit den Weg für nachhaltig erzeugte Energie im Rhein-Neckar-Kreis.

Unterzeichnung der Pachtverträge

Einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Energieallee Sinsheim symbolisiert nun die Unterzeichnung der Pachtverträge durch die Stadt. Bei einem gemeinsamen Termin im Sinsheimer Rathaus unterzeichneten Oberbürgermeister Jörg Albrecht und Michael Klein, Geschäftsführer der badenovaWÄRMEPLUS, am 11. März 2024 die entsprechenden Dokumente. „Wir freuen uns, mit einem erfahrenen Partner wie badenova diesen wichtigen Schritt zu gehen und der Region zu zeigen, wie ernst wir es mit der Umsetzung der Energiewende meinen. Als Kommune haben wir hier eine Vorbildfunktion. Jetzt hoffen wir auf weitere Unterschriften von betroffenen Grundstückseigentümern, um das Projekt schnellstmöglich auf den Weg zu bringen“, so Jörg Albrecht bei der Unterzeichnung.
Michael Klein dankte der Stadt für das entgegengebrachte Vertrauen: „Es ist motivierend für alle, die an der Energiewende arbeiten, dass der Wind für den Ausbau der Windenergie spürbar auf Rückenwind gedreht hat. Sinsheim ist hier ein absoluter Vorreiter und wir sind stolz darauf, die Kommune auf ihrem Weg zur Erschließung nachhaltiger Energiequellen unterstützen zu dürfen.“

Sichere Einnahmequelle

Die Flächen der Stadt Sinsheim sind über das gesamte Planungsgebiet verteilt und umfassen insgesamt 42 Hektar. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 30 Jahren und umfasst damit die weitere Planungszeit und den Betrieb der Anlagen über mindestens 25 Jahre. Wenn der Windpark in Betrieb geht, wird die Stadt Sinsheim voraussichtlich rund 800.000 Euro pro Jahr aus dem Windpark über Kommunalsteuer, Gewerbesteuer und Pacht einnehmen.
Die vorläufigen Eckpunkte des Projekts Energieallee Sinsheim sind echte Ausrufezeichen: Entlang der Autobahn A6 zwischen Hoffenheim und Eschelbach sollen neun Windkraftanlagen entstehen. Mit einer installierten Leistung von rund 60 Megawatt (MW) könnte die Energieallee Sinsheim deutlich über 100 Millionen Kilowattstunden grünen Strom pro Jahr erzeugen und damit bilanziell über 65.000 Menschen mit regional erzeugtem, regenerativem Strom versorgen. Realisiert würde das Projekt von badenova und ihrer Beteiligung DGE (Das Grüne Emissionshaus) in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.

Ideale Ausgangslage

Die Voraussetzungen für den Windpark bei Sinsheim sind vielversprechend, zumal die neue Anlagengeneration mit Nabenhöhen um 175 Meter, Rotordurchmessern um 170 Meter und Gesamthöhen um 260 Meter für die Region geradezu prädestiniert ist. Projektleiter Kai Bekel: „Die Kombination aus Autobahnnähe, angrenzenden Industrieabnehmern, großen Abständen zur Wohnbebauung sowie guten Windverhältnissen sind ideale Ausgangsfaktoren und könnten die Energieallee Sinsheim zu einem Vorzeigeprojekt der Energiewende in der Region machen.“ Der Vertrag mit der Gemeinde ermögliche nun eine optimale Planung des Windparks und helfe, das Projekt mit Hochdruck voranzutreiben. Wie Bekel weiter ausführte, werden in diesem Jahr die natur- und artenschutzrechtlichen Untersuchungen sowie weitere Gutachten erstellt. Damit könne im ersten Quartal 2025 der Genehmigungsantrag gestellt werden, sodass Ende 2028 der erste Strom fließen könne.



Stichwörter: Windenergie, Badenova, Sinsheim


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Windenergie

Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie

[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...

Stadtwerke Tübingen: Geplanter Windpark wird verkleinert

[02.03.2026] Die Stadtwerke Tübingen reduzieren den geplanten Windpark Rammert von 13 auf zehn Anlagen. Grundlage sind neue Windmessungen und Gutachten, die Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit einzelner Standorte neu bewerten. mehr...

Baden-Württemberg: KI soll Genehmigung von Windkraftanlagen beschleunigen

[26.02.2026] Baden-Württemberg beschleunigt die Genehmigung von Windkraftanlagen mit KI-gestützten Prüf- und Assistenzsystemen. Angesichts von mehr als 1.000 neuen Anträgen im Jahr 2025 und fast 1.800 Projekten in Planung soll die Digitalisierung Verfahren weiter verkürzen und Investitionen absichern. mehr...

50Hertz: Unterlagen für Seetrasse eingereicht

[17.02.2026] 50Hertz hat die Genehmigungsunterlagen für die Seetrasse des Offshore-Projekts Ostwind 4 vollständig eingereicht, darunter erstmals eine 525-Kilovolt-Hochspannungsgleichstromübertragung in der deutschen Ostsee. Damit startet das formelle Verfahren für den Netzanschluss eines Ein-Gigawatt-Windparks nordöstlich von Rügen und rückt die Realisierung des Vorhabens näher. mehr...

RWE: Hochzeitsvorbereitungen für Offshore-Umspannwerke

[12.02.2026] Zwei Offshore-Umspannwerke für das 1,6-Gigawatt-Nordseecluster sind in Saint-Nazaire fertiggestellt und bereit für den Einsatz vor der deutschen Küste. Mit der Installation der bis zu 2.500 Tonnen schweren Plattformen rückt die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts 2027 näher. mehr...

RWE: Stromabnahmevertrag mit Amazon geschlossen

[04.02.2026] RWE und Amazon haben einen Stromabnahmevertrag über 110 MW Offshore-Windenergie aus dem Projekt Nordseecluster B geschlossen. Der Vertrag stärkt den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und unterstützt Amazons Ziel der CO2-Neutralität bis 2040. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert

[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Bei Windparkprojekt ist die Luft raus

[23.01.2026] Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft stoppen ihre Windkraftpläne im Vorranggebiet Zollernalb. Messdaten zeigen deutlich geringere Windgeschwindigkeiten als prognostiziert und machen einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. mehr...

Thüringen: Ausbau der Beteiligung an Windenergie

[21.01.2026] Thüringen plant, die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergieprojekten auszuweiten und künftig auch Photovoltaik-Freiflächen einzubeziehen. Gleichzeitig sollen Ausnahmen für energieintensive Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. mehr...

Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert

[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...

Gruppenfoto von acht Personen bei der Vorstellung des geplanten Windparks Schäferköppel. Von links: Tina Zapf Rodriguez (Frankfurter Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen), Thomas Schrage (Erster Stadtrat Karben), Dr. Michael Maxelon (Vorstandsvorsitzender Mainova AG), Dr. Oliver Jedynak (Bürgermeister Bad Homburg vor der Höhe), Mike Josef (Oberbürgermeister Frankfurt am Main), Martin Giehl (Vorstand Technik & Erzeugung Mainova AG), Christian Stenglein (Vorstandsmitglied FraBeG) und Yannick Schwander (Ortsvorsteher Nieder-Erlenbach). Die Gruppe hält eine große Standortkarte des Windparks; im Hintergrund stehen Roll-ups der beteiligten Organisationen und ein Modell eines Windrads.

Mainova: Windpark vor den Toren Frankfurts

[03.12.2025] Im Norden Frankfurts entsteht ein neuer Windpark. Die Anlagen soll ab Ende 2027 Strom liefern und einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region leisten. Von dem Projekt des Energieversorgers Mainova sollen auch die Standortkommunen und die Bürger profitieren. mehr...

Münster: Energiepark in Planung

[02.12.2025] Am Autobahnkreuz Münster-Süd soll ein Energiepark aus Windrad und großer Solaranlage entstehen, der tausende Haushalte mit regional erzeugtem Strom versorgt. mehr...

RWE: Weniger ist mehr

[26.11.2025] RWE erneuert den Windpark Calle in Niedersachsen und ersetzt fünf ältere Turbinen durch drei leistungsstärkere Anlagen. Das Repowering soll die mögliche Stromproduktion erheblich steigern und zusätzliche Einnahmen für die umliegenden Gemeinden bringen. mehr...

JUWI: Grüner Strom für Stahlproduktion

[19.11.2025] Feralpi Stahl und der Projektentwickler JUWI wollen prüfen, ob Wind- und Solarkraft aus Sachsen künftig grünen Strom für die Stahlproduktion in Riesa liefern kann. Die Unternehmen sehen darin einen möglichen Schritt zu klimafreundlicherem Stahl und zu mehr regionaler Wertschöpfung. mehr...