MönchengladbachEnergiekonzept beschlossen
In Mönchengladbach hat der Stadtrat jetzt das „Gesamtstädtische integrierte Energiekonzept“ beschlossen, das die Energie- und Wärmewende bis 2045 vorantreiben soll. Wie die Stadt mitteilt ist ein zentraler Bestandteil die kommunale Wärmeplanung, die gemäß dem neuen Wärmeplanungsgesetz (WPG) verpflichtend für alle Kommunen ist. Sie bildet den Rahmen für die zukünftige Wärmeversorgung und unterstützt Bürgerinnen und Bürger bei der Wahl passender Technologien für ihre Immobilien.
Weitere Informationsveranstaltungen im Januar
Oberbürgermeister Felix Heinrichs (SPD) betont die Relevanz des Konzepts: „Ich bin froh, dass wir frühzeitig Maßnahmen definiert und Entwicklungsrichtungen aufgezeigt haben. Im Januar laden wir die Bürgerinnen und Bürger zu einer weiteren Informationsveranstaltung ein.“ Bereits im Sommer hatte die Stadt eine öffentliche Beteiligungsrunde durchgeführt, die großes Interesse und zahlreiche Fragen zutage brachte.
Das Energiekonzept sieht für die kommenden Jahre eine drastische Reduktion des Energieverbrauchs bei gleichzeitig steigendem Strombedarf vor, insbesondere durch die Elektrifizierung von Verkehr und Industrie sowie den Einsatz umweltfreundlicher Wärmetechnologien wie Wärmepumpen. Ziel ist es, den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien zu decken – sowohl durch lokale Projekte wie Photovoltaik und Geothermie als auch durch regionale Kooperationen, etwa am Tagebau Garzweiler.
Lösungen für dünn und dicht besiedelte Gebiete
Ein wichtiger Punkt der Wärmeplanung ist der Ausbau von Wärmenetzen, die jedoch nur in dicht besiedelten Stadtteilen wie Gladbach, Rheydt und Teilen von Rheindahlen wirtschaftlich tragfähig sind. Für weniger dichte Gebiete empfiehlt die Stadt individuelle Lösungen wie Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Eine adressscharfe Kartenansicht mit Informationen zu den potenziellen Wärmenetzgebieten soll bald online verfügbar sein.
Neben der Wärmeplanung enthält das Energiekonzept einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, der unter anderem Machbarkeitsstudien für Wärmenetze, energetische Sanierungen an städtischen Gebäuden und den Ausbau von Solaranlagen vorsieht. Claudia Schwan-Schmitz, Technische Beigeordnete der Stadt, ruft zur Zusammenarbeit auf: „Die Energie- und Wärmewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jetzt müssen wir zügig die nächsten Schritte angehen.“
Mönchengladbach gehört laut eigenen Auskünften zu den Vorreitern in Nordrhein-Westfalen: Die Wärmeplanung wurde bereits vor Inkrafttreten des WPG konzipiert und nach intensiver öffentlicher Beteiligung finalisiert (wir berichteten). Die Stadt plant, die Fortschritte regelmäßig zu überprüfen und das Konzept in fünf Jahren weiterzuentwickeln.
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