Montag, 12. Januar 2026

DresdenEntwurf für kommunalen Wärmeplan vorgestellt

[07.10.2025] Dresden hat den Entwurf für seinen kommunalen Wärmeplan vorgestellt. Der Plan zeigt Wege auf, wie die Landeshauptstadt ihre Wärmeversorgung bis 2040 weitgehend klimaneutral gestalten will – mit Fernwärme als zentralem Baustein.

Die Landeshauptstadt Dresden hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Unternehmen STESAD und SachsenEnergie den Entwurf ihres kommunalen Wärmeplans vorgelegt. Wie die Stadt berichtet, soll das Konzept den Übergang zu einer sicheren, bezahlbaren und klimaneutralen Wärmeversorgung ermöglichen und Investitionen in die Wärmewende planbar machen.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, der Entwurf markiere den Einstieg in eine räumlich verortete Wärmeplanung. Besonders der Ausbau von Wärmenetzen spiele eine Schlüsselrolle, da sie kostengünstig erneuerbare Energien aufnehmen und durch Speicher sowie nicht-strombasierte Erzeuger das Stromnetz entlasten könnten. Mit dem digitalen Energielotsen wolle die Stadt zudem die Beratung zu individuellen Lösungen für Gebäude und Quartiere ausbauen.

Zentrale Bedeutung hat laut Stadtverwaltung die Fernwärme in dicht besiedelten Stadtteilen. Ergebnisse aus dem Fernwärmetransformationsplan von SachsenEnergie sind in die Wärmeplanung eingeflossen. Dem Unternehmen zufolge soll der Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärme bis 2030 rund 30 Prozent und bis 2040 mindestens 80 Prozent erreichen. Der Kommunalversorger deckt derzeit etwa die Hälfte des Dresdner Heizwärmebedarfs. Auch neue Ausbaugebiete wie in Löbtau wurden geprüft und in die Planung aufgenommen.

Für Gebiete mit mittlerem Wärmebedarf setzt die Stadt auf Nahwärmelösungen. Bestehende kleinere Netze sollen erweitert werden, während neue Systeme lokal angepasste Energiequellen nutzen sollen. Vorgesehen ist auch die Prüfung einer möglichen Umstellung des Erdgasnetzes auf Wasserstoff. In dünner besiedelten Bereichen kommen laut Entwurf vor allem dezentrale Lösungen infrage – von Wärmepumpen über Geothermie und Biomasse bis hin zu Nachbarschaftsnetzen.

Wie die Stadt weiter mitteilt, wurde der Entwurf des Wärmeplans Ende September im Rahmen des Wärmewendedialogs II im Neuen Rathaus öffentlich vorgestellt. Zudem wurde der Plan seit Mitte September in allen Ortschafts- und Stadtbezirksbeiräten diskutiert.

Bereits im April 2024 hatte Dresden erste Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung präsentiert. Die nun vorliegende Fassung beruht auf vertieften Analysen zu Wärmenetzgebieten, Heiztechnologien und lokalen Energiequellen. Der endgültige Wärmeplan soll Anfang 2026 dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.





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