Dienstag, 24. Februar 2026

BMVE-Lkw-Ladestation in Betrieb

[08.10.2025] An der Raststätte Lipperland Süd an der A2 ist die erste öffentliche Megawatt-Ladestation für elektrische Lkw in Betrieb gegangen. Das Bundesministerium für Verkehr will damit den Startschuss für das schnelle Laden von E-Lkw im Fernverkehr geben.

Das Megawattladen ermöglicht es, schwere Lkw in kurzer Zeit aufzuladen.

(Bildquelle: BMV)

Wie das Bundesministerium für Verkehr (BMV) mitteilt, ist an der Raststätte Lipperland Süd an der Autobahn 2 die erste Megawatt-Ladestation (MCS) für batterieelektrische Lastwagen im öffentlichen Raum eröffnet worden. Sie ist Teil des vom Ministerium geförderten Forschungsprojekts HoLa – Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr, das mit rund zehn Millionen Euro aus der Förderrichtlinie Elektromobilität unterstützt wird.

Mit dem Projekt wird der neue internationale Megawatt-Ladestandard (MCS) erstmals unter realen Bedingungen erprobt. Ziel ist es, Elektro-Lkw innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeit von 45 Minuten mit Ladeleistungen von bis zu 1.000 Kilowatt zu versorgen. Die Demonstrationsphase läuft knapp ein Jahr und soll wichtige Erkenntnisse für den flächendeckenden Ausbau der Technologie liefern.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Christian Hirte, bezeichnete HoLa als „Schlüsseltechnologie für den klimafreundlichen Güterverkehr“. Das Megawattladen ermögliche es erstmals, schwere Lkw in sehr kurzer Zeit aufzuladen und damit den Einsatz batterieelektrischer Fahrzeuge im Fernverkehr wirtschaftlicher zu gestalten. Politik, Forschung und Industrie arbeiteten hier gemeinsam daran, die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs zu beschleunigen.

Nach Angaben des Ministeriums sollen die im Projekt gewonnenen Erfahrungen – etwa beim Standortaufbau, bei Netzkapazitäten oder rechtlichen Fragen – in die Planung eines bundesweiten Lkw-Schnellladenetzes einfließen. Dieses Netz soll entlang der Autobahnen entstehen und rund 4.200 Ladepunkte an 350 Standorten umfassen.

Der Straßengüterverkehr verursacht etwa ein Drittel der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen in Deutschland, ist jedoch unverzichtbar für die Wirtschaft. Mit der Inbetriebnahme der ersten HoLa-Ladestation will das Ministerium zeigen, wie technische Innovation und Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft den Weg in eine klimaneutrale Zukunft ebnen können. Bis 2045 strebt Deutschland Klimaneutralität an – der Ausbau leistungsfähiger Lade-Infrastruktur für Nutzfahrzeuge gilt dabei als entscheidender Schritt.





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