Montag, 13. April 2026

Rheinland-PfalzInvestitionsprogramm für Klimaschutz verlängert

[13.10.2025] Das Land Rheinland-Pfalz verlängert die Fristen für das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI). Damit sollen Kommunen mehr Zeit erhalten, ihre Klimaschutzprojekte trotz Fachkräftemangel und Lieferproblemen umzusetzen.

Mit dem Programm KIPKI fördert das Land Rheinland-Pfalz energetische Sanierungen, die Umstellung auf LED-Beleuchtung und andere Projekte, die sowohl CO₂ als auch Energiekosten einsparen.

(Bildquelle: adobestock)

Das Klimaschutzministerium Rheinland-Pfalz hat die Fristen für das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) verlängert. Wie das Ministerium mitteilt, soll die Gesetzesänderung sicherstellen, dass Städte, Kreise und Gemeinden ihre geplanten Klimaschutzmaßnahmen trotz Fachkräftemangels oder Lieferverzögerungen vollständig realisieren können. Die Landtagsfraktionen haben der Änderung des KIPKI-Gesetzes zugestimmt.

Klimaschutzministerin Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete KIPKI als „echten Meilenstein, um die Kommunen klimafreundlicher und attraktiver zu machen“. Mit dem Programm fördert das Land energetische Sanierungen, die Umstellung auf LED-Beleuchtung und andere Projekte, die sowohl CO₂ als auch Energiekosten einsparen. Insgesamt wurden 1.216 Maßnahmen eingereicht – 958 zur Emissionsminderung, 258 zur Anpassung an den Klimawandel.

Um bürokratische Hürden gering zu halten, konnten die Kommunen laut Eder ohne großen Aufwand aus einem Maßnahmenkatalog wählen. Ihr Haus stehe „stets in engem Kontakt mit den Kommunen, um frühzeitig reagieren zu können, wenn sich Änderungen ergeben“. Deshalb würden nun auch die Fristen im Zuweisungsverfahren um jeweils ein Jahr verlängert. Der Mittelabruf ist künftig bis zum 31. Januar 2027 möglich, die Umsetzung der Projekte bis zum 30. Juni 2027 und der Verwendungsnachweis bis zum 31. Dezember 2027.

Ohne diese Verlängerung, so das Ministerium, hätten einige Kommunen ihre Projekte nach dem bisherigen Stichtag 30. Juni 2026 mit eigenen Haushaltsmitteln fertigstellen müssen. Das hätte die Finanzierung erschwert und teilweise das Erreichen der Klimaziele gefährdet. Die neue Regelung soll den Druck mindern und den Kommunen ermöglichen, ihre Maßnahmen wie geplant ausschließlich mit Fördermitteln abzuschließen.

KIPKI wurde Ende 2022 von der Landesregierung unter Federführung des Klimaschutzministeriums vorgestellt (wir berichteten). Das Land stellte dafür 180 Millionen Euro im Zuweisungsverfahren zur Verfügung, ergänzt um weitere 60 Millionen Euro im Wettbewerbsverfahren des Wirtschaftsministeriums. Alle Kommunen in Rheinland-Pfalz erhielten eine einwohnerbezogene Pauschale für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Ein Eigenanteil war nicht erforderlich, doch die bereitgestellten Mittel lösten laut Ministerium zusätzliche Investitionen von mehr als 72 Millionen Euro aus.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz

[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...

Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen

[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...

bericht

Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert

[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...

BDEW/ZSW: 53 Prozent des Stromverbrauchs stammen aus Erneuerbaren

[07.04.2026] Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal 2026 erstmals 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem ein kräftiger Zuwachs bei der Windkraft treibt den Anteil nach oben und unterstreicht die wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und Klimaziele. mehr...

Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt

[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...

Difu: Studie zu Förderprogrammen

[30.03.2026] Eine Studie des Difu empfiehlt pauschale Klimabudgets und weniger Bürokratie für Kommunen. Damit sollen stockende Projekte beschleunigt werden, die bisher an komplexen Förderverfahren scheitern. mehr...

Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW

[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...

Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte

[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...

Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen

[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...

Düsseldorf: Energie-Kommune dank Wärme- und Verkehrswende

[11.03.2026] Die Stadt Düsseldorf möchte ihre Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dabei spielen Fachkräfte, die Wärmewende und neue Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle. Für ihr Engagement wurde die Stadt nun von der AEE zur Energiekommune des Monats Februar gekürt. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig

[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...

AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025

[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...

Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte

[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...

bericht

Würzburg: Fahrplan zur ­Klimaneutralität

[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...

Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...