MVV EnergieSolides Ergebnis für 2025

Im Geschäftsjahr 2025 hat MVV Energie ein solides operatives Ergebnis erzielt und das Investitionsvolumen erhöht.
(Bildquelle: MVV)
Ein solides operatives Ergebnis bei gleichzeitig steigenden Investitionen in die Energiewende prägt das Geschäftsjahr 2025 von MVV Energie. Wie das Mannheimer Energieunternehmen mitteilt, erreichte das Adjusted EBIT im Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 trotz eines herausfordernden Marktumfelds 360 Millionen Euro.
Der bereinigte Umsatz lag mit 6,1 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 7,2 Milliarden Euro, was MVV vor allem auf rückläufige Großhandelspreise zurückführt. Das operative Ergebnis blieb damit zwar unter dem Vorjahresniveau von 426 Millionen Euro, entsprach nach Angaben des Unternehmens jedoch den eigenen Erwartungen. Vorstandsvorsitzender Gabriël Clemens verweist darauf, dass die Jahre 2023 und 2024 durch außergewöhnliche Sondereffekte geprägt gewesen seien, die sich planmäßig nicht wiederholt hätten. Ergebnisrückgänge verzeichnete MVV unter anderem im Projektentwicklungs- und Umweltgeschäft sowie infolge eines geringeren Windaufkommens, während die Geschäftsfelder Erzeugung und Netze positive Beiträge lieferten.
Zurückhaltende Investitionsbereitschaft
Der bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen belief sich auf 171 Millionen Euro und lag damit um 62 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Der Hauptversammlung im März 2026 soll eine Dividende von 1,30 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, fünf Cent mehr als im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet MVV angesichts geringerer Beiträge aus dem Handelsgeschäft sowie aus Erzeugung und Netzen mit einem Adjusted EBIT zwischen 200 und 240 Millionen Euro. Zudem verweist das Unternehmen auf eine weiterhin zurückhaltende Investitionsbereitschaft vieler Kunden.
Deutlich ausgeweitet hat MVV dagegen die Investitionen. Insgesamt 501 Millionen Euro flossen im Geschäftsjahr 2025 in Projekte der Wärme- und Stromwende sowie in grüne Kundenlösungen, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr und eines der höchsten Investitionsvolumina in der Unternehmensgeschichte. Schwerpunkte bildeten der Ausbau der grünen Fernwärme in Mannheim, neue Wind- und Solarparks sowie Investitionen in Ausbau, Instandhaltung und Modernisierung der Verteilnetze. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet MVV nach eigenen Angaben ein nochmals höheres Investitionsniveau.
Großprojekte im Bereich der Wärmewende
Im Bereich der Wärmewende treibt das Unternehmen mehrere Großprojekte voran. Auf dem Gelände des Großkraftwerks Mannheim entsteht eine zweite Flusswärmepumpe mit einer thermischen Leistung von bis zu 165 Megawatt, die nach Angaben von MVV aus heutiger Sicht die weltweit größte Anlage dieser Art sein soll und ab Winter 2028 klimafreundliche Wärme für bis zu 40.000 weitere Haushalte liefern kann. Ergänzend plant MVV eine dritte Flusswärmepumpe sowie den Einsatz regionaler Geothermie. Erste Standorte für ein Erdwärme-Heizwerk wurden über das Joint Venture GeoHardt mit EnBW benannt. Auch in Offenbach und Kiel stellt MVV die Wärmeerzeugung auf Großwärmepumpen um, in Kiel ist zudem eine Anbindung des Küstenkraftwerks an das Wasserstoffkernnetz vorgesehen.
Parallel dazu erweitert MVV seine erneuerbare Stromerzeugung. Neue Windparks in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz sowie ein Solarpark in Baden-Württemberg stärken das eigene Portfolio, die Projekte stammen aus der Entwicklung der Tochtergesellschaft Juwi. Zur Sicherung der Versorgung investiert das Unternehmen außerdem in den Netzausbau, etwa durch eine neue Schaltanlage zur Anbindung an das Übertragungsnetz in der Region Rhein-Neckar und den Ausbau des Hochspannungsnetzes in Offenbach.
Fokus auf Kreislaufwirtschaft
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kreislaufwirtschaft. In Wisbech im Südosten Englands errichtet MVV eine Anlage zur thermischen Abfallbehandlung, die mit einem Investitionsvolumen von rund einer halben Milliarde Euro die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte darstellt. Die Anlage soll jährlich etwa 625.000 Tonnen Restabfall verwerten und daraus Strom für rund 150.000 Haushalte erzeugen sowie künftig Prozessdampf für Unternehmen bereitstellen.
Auch bei individuellen Kundenlösungen sieht MVV Wachstumspotenzial. Das Unternehmen berichtet von Projekten für nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung in der Immobilienwirtschaft sowie vom Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektromobilität. Ein Beispiel ist ein geplanter Ladepark für E-Lkw im Mannheimer Handelshafen mit Schnellladepunkten bis zu einer Leistung von einem Megawatt, der Anfang 2027 in Betrieb gehen soll.
Mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen betont MVV die Bedeutung von Verlässlichkeit und Planbarkeit für die Akzeptanz der Energiewende. Clemens verweist unter anderem auf die zügige Umsetzung der EU-Gasbinnenmarktrichtlinie in nationales Recht, das Geothermie-Beschleunigungsgesetz sowie auf die Notwendigkeit eines schrittweisen Übergangs bei den Fördermechanismen für erneuerbare Energien. Auch bei der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes seien stabile Regelungen entscheidend, um Investitionssicherheit zu gewährleisten.
evm: Nachhaltige Energiegewinnung
[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...
Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite
[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...
GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit
[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...
VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem
[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...
JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut
[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...
Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg
[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw die Gesellschaft Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt
[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...
dena: 100 vielversprechende Start-ups
[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...
Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen
[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...
Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten
[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...
Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken
[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...
Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant
[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...
Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it
[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...
Gemeindewerke Budenheim: Umstellung auf Kraftwerk Software
[20.01.2026] Die Gemeindewerke Budenheim stellen ihre IT-Landschaft auf eine einheitliche Plattform von Kraftwerk Software um. Ziel sind weniger Schnittstellen, mehr Automatisierung und der Betrieb zentraler Geschäftsprozesse in der Cloud. mehr...
Stadtwerke Konstanz: Investitionen von 50 Millionen Euro
[16.01.2026] Die Stadtwerke Konstanz wollen dieses Jahr rund 50 Millionen Euro in Infrastruktur und Daseinsvorsorge investieren. Im Fokus stehen der Ausbau der Stromnetze sowie Projekte in Mobilität, Telekommunikation und bei den Tochtergesellschaften. mehr...














