HamburgPilotprojekt zu autonomen Taxis gestartet

Die Freie und Hansestadt Hamburg und Freenow by Lyft haben jetzt ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das die schrittweise Einführung autonomer Fahrzeuge im städtischen Mobilitätssystem regelt.
v.l.: Thomas Zimmermann, CEO von Freenow by Lyft; Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende
(Bildquelle: Freenow)
Die Freie und Hansestadt Hamburg und Freenow by Lyft haben jetzt ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das die schrittweise Einführung autonomer Fahrzeuge im städtischen Mobilitätssystem regelt.
v.l.: Thomas Zimmermann, CEO von Freenow by Lyft; Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende
(Bildquelle: Freenow)
Hamburg bereitet den Einstieg autonomer Taxis in den Regelbetrieb vor und kooperiert dazu mit dem Mobilitätsdienstleister Freenow by Lyft. Wie die Freie und Hansestadt Hamburg und Freenow by Lyft in einer gemeinsamen Pressemitteilung mitteilen, haben beide Seiten ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das die schrittweise Einführung autonomer Fahrzeuge im städtischen Mobilitätssystem regelt.
Nach Angaben der Partner sollen autonome Taxis den öffentlichen Verkehr vor allem in Nebenverkehrszeiten und in bislang schwächer angebundenen Stadtteilen ergänzen. Senator für Verkehr und Mobilitätswende Anjes Tjarks (Bündnis 90/Die Grünen) verweist darauf, dass mit der weitgehenden Elektrifizierung der Taxiflotte bereits eine Grundlage für die technologische Weiterentwicklung geschaffen worden sei. Autonome Fahrzeuge könnten nun als nächster Schritt dazu beitragen, Angebotslücken im bestehenden Verkehrssystem zu schließen.
Die Vereinbarung legt technische und organisatorische Leitplanken fest. Vorgesehen sind hohe Sicherheits- und Betriebsstandards sowie der Einsatz von Fahrzeugen mit Automatisierungsgrad Level 4 im regulären Taxibetrieb. Zudem sollen lokale Taxiunternehmen eng in das Projekt eingebunden werden. Betriebs- und Nutzungsdaten werden systematisch erfasst und ausgewertet, um die Auswirkungen auf Verkehr, Nachfrage und Wirtschaftlichkeit zu analysieren und über eine mögliche Ausweitung des Angebots zu entscheiden.
Der Pilotbetrieb soll zunächst im Altonaer Westen, in Hamburgs Norden und in Bergedorf starten. Parallel dazu plant Freenow by Lyft die Einführung eines On-Demand-Angebots für die sogenannte erste und letzte Meile. Dieses soll Fahrgäste zu wichtigen Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs bringen und so die Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger verbessern. Nach Darstellung der Projektpartner dient das Pilotprojekt zugleich dazu, neue Geschäftsmodelle für das lokale Taxigewerbe zu erproben.
Thomas Zimmermann, CEO von Freenow by Lyft, bezeichnet die Vereinbarung als Schritt vom Test- in den Regelbetrieb autonomer Taxis. Das Unternehmen wolle seine technologische, operative und regulatorische Erfahrung einbringen und gleichzeitig das Taxigewerbe frühzeitig beteiligen. In den kommenden Monaten sollen dazu geeignete Technologie- und Fahrzeugpartner ausgewählt werden, die autonome Fahrzeuge bereitstellen und den Betrieb absichern.
Auch Lyft als Muttergesellschaft von Freenow sieht in der Kooperation ein Modell für die Integration autonomer Mobilität. Jeremy Bird, EVP Global Growth bei Lyft, betont, dass die enge Abstimmung mit der Stadt eine verantwortungsvolle Einführung ermöglichen solle, mit dem Ziel, den öffentlichen Verkehr zu stärken und lokale Anbieter einzubinden.
Nach Angaben der Projektpartner bleibt die Rolle von Fahrerinnen und Fahrern im Taxigewerbe weiterhin relevant. Gleichzeitig sollen neue Arbeitsplätze in Bereichen wie Wartung, Betrieb und Flottenmanagement entstehen. Hamburg ordnet das Vorhaben in eine langfristige Strategie für vernetzte und nachhaltige Mobilität ein, bei der autonome Taxis als Baustein eines integrierten Verkehrssystems fungieren sollen.
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