Rheinland-PfalzEin Drittel ist mit Wärmeplanung fertig

Rund ein Drittel der Kommunen haben in Rheinland-Pfalz die kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen.
(Bildquelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz)
57 Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz haben ihre kommunalen Wärmepläne bereits fertiggestellt und veröffentlicht. Das berichtet die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz, die Kommunen bei der Planung unterstützt. Damit hat etwa ein Drittel der planungsverantwortlichen Stellen im Land die Aufgabe bereits erledigt.
Die kommunale Wärmeplanung gilt als zentrales Instrument der Wärmewende. Insgesamt 170 planungsverantwortliche Stellen in Kommunen des Bundeslands Rheinland-Pfalz müssen je nach Einwohnerzahl spätestens bis zum 30. Juni 2028 einen solchen Plan vorlegen.
Die Pläne analysieren zunächst den aktuellen Wärmebedarf einer Kommune, bestehende Versorgungsstrukturen sowie Potenziale für erneuerbare Energien. Auf dieser Basis entwickeln die Städte und Gemeinden Zielbilder für die künftige Wärmeversorgung und definieren Maßnahmen, mit denen sich diese erreichen lassen.
Ziel ist eine langfristig treibhausgasneutrale, wirtschaftlich tragfähige und sozial ausgewogene Wärmeversorgung. Die kommunalen Wärmepläne liefern dafür eine strategische Grundlage. Sie sollen Investitionen in Wärmenetze, Gebäudesanierung und erneuerbare Wärmeerzeugung lenken. „Die kommunale Wärmeplanung schafft Planungsklarheit für Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. Dass bereits mehr als 50 Kommunen ihren Wärmeplan abgeschlossen haben, zeigt, dass Rheinland-Pfalz bei der Wärmewende gut vorankommt“, sagt Nils Füllenbach, Referent für Kommunale Wärmeplanung bei der Energieagentur.
Mit der Fertigstellung der Wärmepläne beginnt die eigentliche Umsetzungsphase. Der Plan selbst verpflichtet Eigentümer nicht unmittelbar, sondern dient als Orientierung für die künftige Wärmeversorgung vor Ort. Er weist etwa Gebiete aus, in denen Wärmenetze sinnvoll sein könnten, und Bereiche, in denen dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen vorteilhaft sind.
Im nächsten Schritt folgen Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsanalysen. Sie prüfen, wo Wärmenetze technisch und wirtschaftlich tragfähig sind und welche Energiequellen eingesetzt werden können, etwa industrielle Abwärme, Geothermie oder Biomasse. Erst wenn Finanzierung und technische Umsetzung geklärt sind, beginnt der konkrete Bau oder Ausbau von Wärmenetzen.
Bereits veröffentlichte Wärmepläne lassen sich im Energieatlas Rheinland-Pfalz online einsehen.
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