Dienstag, 3. November 2026

Rheinmetall/TankEKooperation zu Ladebordsteinen

[16.03.2026] Rheinmetall und TankE wollen den Ladebordstein als integrierte Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in die Fläche bringen. Die strategische Partnerschaft soll den Ausbau öffentlicher und privater Ladepunkte beschleunigen – vor allem dort, wo klassische Ladesäulen an Platz- oder Bauvorgaben scheitern.

Ein Ladebordstein fügt sich unauffällig in seine Umgebung ein.

(Bildquelle: TankE GmbH)

Rheinmetall und TankE starten eine strategische Partnerschaft, um den sogenannten Ladebordstein flächendeckend zu installieren. Wie die Unternehmen mitteilen, soll die in Pilotprojekten erprobte Ladelösung künftig serienmäßig in Städten, Kommunen sowie bei privaten Betreibern eingesetzt werden.

Der Technologiekonzern Rheinmetall liefert die Hardware, während der Kölner Lade-Infrastruktur-Dienstleister TankE Planung, Installation, Betrieb und Wartung übernimmt. TankE agiert dabei als Full-Service-Anbieter und integriert den Ladebordstein als neue Ladelösung in sein Portfolio für Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen.

Der Ladebordstein erlaubt es, Elektrofahrzeuge direkt am Straßenrand zu laden. Die Ladeeinheit ist in einen Bordstein integriert und ersetzt damit klassische Ladesäulen. Laut Rheinmetall erreicht das System eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt (kW) und eignet sich damit für den öffentlichen und gewerblichen Einsatz. Nach erfolgreichen Pilotprojekten, unter anderem in Köln, gilt die Lösung als serienreif.

TankE begleitete die Entwicklung bereits als Pilot- und Implementierungspartner (wir berichteten). Begleitende Nutzerbefragungen hätten eine hohe technische Verfügbarkeit, einfache Bedienung und eine robuste Bauweise bestätigt, heißt es in der Mitteilung. Nutzerinnen und Nutzer lobten vor allem die platzsparende Bauform und die geringere Anfälligkeit für Vandalismus im Vergleich zu herkömmlichen Ladesäulen.

Die Unternehmen sehen insbesondere in dicht bebauten Innenstädten Vorteile. Der Ladebordstein nutzt bestehende Infrastruktur und benötigt keinen zusätzlichen Raum im Straßenbild. Dadurch lassen sich Ladepunkte auch dort einrichten, wo Ladesäulen aus Platzgründen oder wegen Denkmalschutzauflagen nicht möglich sind. Gleichzeitig eignet sich das System laut Anbieter auch für ländliche Regionen sowie für Firmenstandorte, etwa auf Kunden- und Mitarbeiterparkplätzen oder für Flottenfahrzeuge.

Auch wirtschaftlich soll die Lösung Vorteile bringen. Elektronikmodule sind modular aufgebaut und lassen sich im Wartungsfall schnell austauschen. Kommunen können zudem bei Straßenbau- oder Sanierungsmaßnahmen sogenannte Dummy-Bordsteine einsetzen. Diese vorbereiteten Elemente ermöglichen es, Ladepunkte später ohne größeren baulichen Aufwand nachzurüsten.

Die moderate Ladeleistung im Vergleich zu Schnellladesystemen reduziert außerdem die Belastung der lokalen Stromnetze. Die Bedienung erfolgt über gängige Verfahren wie Ladekarte, App oder registrierungsfreies Ad-hoc-Laden. Die Abrechnung ist eichrechtskonform. Für den Serienbetrieb planen die Unternehmen zusätzliche Markierungen im Straßenraum sowie die Integration der Ladepunkte in Navigations- und Lade-Apps.

Mit der Partnerschaft reagieren Rheinmetall und TankE nach eigenen Angaben auf den wachsenden Bedarf an platzsparender und wirtschaftlicher Lade-Infrastruktur.





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