BadenovaBau des Windparks Sirnitz/Dreispitz gestartet

Der Bau des Windparks Sirnitz/Dreispitz ist jetzt gestartet.
(Bildquelle: Badenova)
Mit dem Beginn der Fundamentarbeiten startet die zentrale Bauphase für den Windpark Sirnitz/Dreispitz. Wie Badenova mitteilt, laufen die Arbeiten seit dieser Woche, nachdem Kabeltrassen verlegt und Transportwege vorbereitet wurden. Der Anlagenhersteller Enercon übernimmt die Baustelle und errichtet zunächst die Fundamente für die späteren Türme.
Die Vorarbeiten reichen bis ins Jahr 2024 zurück. Damals wurden Forstwege ertüchtigt sowie Kran- und Lagerflächen angelegt, um die Anlieferung der Großkomponenten zu ermöglichen. Im Sommer folgen Transporte von Stahlturmsegmenten, Maschinenhäusern, Naben und Rotorblättern, die teils mehrere Dutzend Meter messen und per Spezialtransport zur Baustelle gelangen. Umladeflächen in Schweighof und Wembach dienen dabei als logistische Knotenpunkte.
Der Windpark entsteht auf einem Höhenzug zwischen Dreispitz, Schelling und Sirnitz an der Grenze der Gemeinden Müllheim und Sulzburg. Genutzt werden kommunale Flächen mehrerer Orte sowie Flächen von ForstBW. Nach Montage, Netzanschluss und Testbetrieb ist die Inbetriebnahme für Ende 2026 vorgesehen.
Geplant sind fünf Anlagen des Typs Enercon E-175 mit jeweils 249,5 Metern Gesamthöhe. Zusammen erreichen sie eine Leistung von 35 Megawatt und sollen jährlich rund 71,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von etwa 50.000 Menschen und spart rund 30.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.
Das Projekt basiert auf einer Standortprüfung aus dem Jahr 2015 und wurde nach umfangreichen naturschutzfachlichen Untersuchungen im Oktober 2024 genehmigt. Eingriffe in die Natur werden überkompensiert, unter anderem durch aufgelichtete Waldflächen und mehr als 150 installierte Nistkästen für verschiedene Tierarten. Die Maßnahmen sind langfristig auf zwei Jahrzehnte angelegt.
Sebastian Schüßler, Leiter Projektentwicklung Wind bei Badenova Erneuerbare, betont die Bedeutung der kommunalen Zusammenarbeit: „Ein erheblicher Teil der Wertschöpfung bleibt in der Region.“ Geschäftsführer Michael Klein sieht im Baustart ein Signal für den weiteren Ausbau der Windenergie und verweist auf die politische Bedeutung der Energiewende.
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