Dienstag, 26. Mai 2026

IBM/NatuvionCloud-Umstieg beschleunigen

[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart.
SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

Energieversorger müssen ihre IT-Systeme in Richtung Cloud modernisieren.

(Bildquelle: Adobe Stock)

Die IT-Unternehmen IBM und Natuvion haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt, um die Migration von Energieversorgern auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu beschleunigen. Nach Angaben der Unternehmen sollen zusätzliche Kapazitäten für bis zu 40 lokale und regionale Versorger geschaffen werden. Betroffen seien mehr als zehn Millionen Zählpunkte. Hintergrund ist das bevorstehende Ende der Wartung für die bisher vielfach genutzte zentrale Software zur Planung und Steuerung von Unternehmensressourcen (SAP ECC) von SAP Ende 2027. Danach werde es keine Sicherheitsupdates mehr geben. Die Unternehmen sehen deshalb einen hohen Zeitdruck für Energieversorger, ihre Systeme zu modernisieren.

Neue Möglichkeiten für digitale Anwendungen

Der deutsche Energiemarkt befinde sich im Wandel. Neue regulatorische Vorgaben, steigender Kostendruck und gewachsene IT-Strukturen stellten viele Unternehmen vor Herausforderungen. Gleichzeitig böten Entwicklungen wie Smart Metering, Photovoltaikanlagen und E-Mobilität neue Möglichkeiten für digitale Anwendungen und flexible Geschäftsmodelle, heißt es von IBM. Viele Unternehmen der Branche arbeiten nach Angaben der Partner noch mit SAP ECC. Besonders für Betreiber kritischer Infrastruktur spiele IT-Sicherheit eine wichtige Rolle. Moderne Plattformen könnten zudem helfen, Prozesse zu standardisieren und Systeme zukunftsfähig aufzustellen.

Thüga-Abrechnungsplattform ist bereits umgestellt

Als Beispiel nennen die Unternehmen die Thüga-Gruppe. Der Verbund aus rund 100 vernetzten Energie- und Wasserversorgern versorge nach eigenen Angaben 5,4 Millionen Strom- sowie 2,2 Millionen Gaskunden. Mit der Thüga-Abrechnungsplattform TAP sei dort bereits eine Software-as-a-Service-Lösung auf Basis von SAP S/4HANA Utilities entstanden. Die Herausforderung bestehe nun darin, eine große Zahl von Versorgungsunternehmen innerhalb eines festen Zeitrahmens auf die neue Plattform zu migrieren. Dabei müssten bestehende Systeme berücksichtigt werden, in die über Jahrzehnte energiewirtschaftliche Funktionen integriert worden seien.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik
Modernes Gebäude der Stadtwerke Hilden mit großer Glasfassade und silberner Metallverkleidung an einer ruhigen Straße bei sonnigem Wetter. Vor dem Eingangsbereich befinden sich Grünanlagen, kleine Bäume und ein gepflasterter Gehweg.

Stadtwerke Hilden: Neues CRM-System eingeführt

[21.05.2026] Die Suche nach einer neuen Ticketing-Lösung führte bei den Stadtwerken Hilden zur Einführung eines umfassenden CRM-Systems. mehr...

Elvaco: ISO-Zertifizierung erhalten

[20.05.2026] Elvaco hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 erhalten und stärkt damit sein Informationssicherheits-Management für Gebäude- und Energiedaten. Die Zertifizierung reagiert auf strengere EU-Vorgaben und wachsende Anforderungen an sichere Datenketten in vernetzten Metering- und Smart-Building-Systemen. mehr...

50Hertz: Netzsoftware als Open Source veröffentlicht

[18.05.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz stellt die Software ToOp zur Bewältigung von Netzengpässen als Open-Source-Projekt bereit. Nach Angaben des Unternehmens soll das Tool Netzbetreiber in Europa bei der Steuerung von Stromflüssen unterstützen. mehr...

nscharfe Aufnahme eines modernen Büro- oder Veranstaltungsraums. Im Vordergrund ist auf einer Glasfläche der Schriftzug „Future Energy Lab“ zu sehen. Im Hintergrund stehen mehrere verschwommene Personen an einem Stehtisch im Gespräch.

Cyber-Sicherheit: Den Ernstfall trainieren

[18.05.2026] Ein Übungskonzept soll die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen erhöhen. Das Konzept für KRITIS-Betreiber wurde Fraunhofer IOSB-AST mit dem Future Energy Lab der Deutschen Energie-Agentur entwickelt. mehr...

Eine Drohne steht auf einem rot-weiß markierten Landeplatz am Straßenrand vor einem Servicefahrzeug von WEMAG Netz. Das Fahrzeug ist mit einer Leiter ausgestattet und parkt neben einer ländlichen Straße mit kahlen Bäumen und freiem Feld im Hintergrund. Die Szene wirkt sonnig und zeigt den Einsatz moderner Drohnentechnik zur Kontrolle von Stromnetzen.

WEMAG: Drohnen überwachen Stromnetze

[13.05.2026] Der Einsatz von Drohnen in der Energiebranche nimmt zu. Auch der Stromnetzbetreiber WEMAG Netz setzt auf die Flugsysteme, um Stromleitungen schneller zu kontrollieren und Schäden frühzeitig zu erkennen. mehr...

ASEW: Plattform für IoT-Angebote

[29.04.2026] Eine Informationsplattform für Anwendungen des Internet of Things soll kommunale Unternehmen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen über bestehende Angebote informieren. Das Projekt mehrerer Stadtwerke wird von der ASEW koordiniert. mehr...

Computergenerierte Ansicht eines umzäunten Umspannwerks mit zahlreichen Strommasten, Schaltanlagen und zwei Betriebsgebäuden in ländlicher Umgebung. Im Hintergrund sind Felder, Waldflächen und mehrere Windräder zu sehen. Oben rechts liegt ein türkisfarbenes Logo über dem Bild.

Siemens: Security-Dienst für Energie und Infrastruktur

[23.04.2026] Siemens Smart Infrastructure hat einen neuen Sicherheitsdienst für Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Die Lösung soll Cyber-Angriffe schneller erkennen und den Betrieb digitalisierter Anlagen absichern. Der erste Kunde in Deutschland sind die Hertener Stadtwerke. mehr...

interview

Interview: Ende-zu-Ende gut, alles gut

[23.04.2026] Anstatt eine Vielzahl an Einzeltools anzubieten, versteht sich die Lösungsplattform GY der Wilken Software Group als eine Art integriertes Betriebssystem. Im Interview mit stadt+werk erläutert Tobias Mann, Chief Customer Officer (CCO) der Wilken Software Group, wie GY Prozesse in der Energiewirtschaft zukunftsfähig organisiert. mehr...

Frankfurt (Oder): Stadtwerke setzen auf Echtzeit-Steuerung

[15.04.2026] Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) treiben die digitale Optimierung ihrer Energieanlagen voran. In Zusammenarbeit mit Data Cybernetics soll eine Software den Betrieb flexibler und wirtschaftlicher gestalten. Das Ziel ist eine automatisierte Steuerung in Echtzeit. mehr...

Collage zu Energieversorgung mit Heizungsregler, Wasserhahn, Stecker, Windrädern, Strommasten und Telekom- sowie Thüga-Logo.

Thüga: KI-Rahmenvertrag mit der Telekom

[15.04.2026] Das Stadtwerke-Netzwerk Thüga setzt auf KI-Anwendungen der Deutschen Telekom. Die Systeme sollen kommunale Energie- und Wasserdienstleister bei Standardaufgaben unterstützen. Nach Angaben der Unternehmen erfolgt die Datenverarbeitung ausschließlich im europäischen Rechtsraum. mehr...

Smight: Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring ein

[08.04.2026] Die Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring in ihren Ortsnetzstationen ein und digitalisiert damit ihr Verteilnetz. Der Schritt soll den Netzbetrieb angesichts wachsender Einspeisung und Lasten präziser steuern und gezieltere Investitionen ermöglichen. mehr...

rku․it: Fünf Energieversorger steigen auf Plattform um

[31.03.2026] Das Unternehmen rku․it bringt fünf Energieversorger gleichzeitig auf seine Plattform NextGen in den Produktivbetrieb. Der koordinierte Parallel-Go-live zeigt, wie skalierbar integrierte Cloud-Lösungen in der Energiewirtschaft heute umgesetzt werden können. mehr...

EWE: Eigenes SOC für IT- und OT-Systeme

[25.03.2026] Der Energie- und Telekommunikationskonzern EWE baut seine Cyber-Abwehr mit einem eigenen Security Operations Center für IT- und OT-Systeme aus. Das Angebot richtet sich bundesweit an Unternehmen und KRITIS-Betreiber und reagiert auf steigende Anforderungen durch NIS2, KI-gestützte Angriffe und komplexe Cloud-Umgebungen. mehr...

Advertorial: Forderungsmanagement auslagern

[19.03.2026] Der Fachkräftemangel zwingt Energieversorger zum Umdenken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Forderungsmanagement. Die Lösung: Ein spezialisierter Partner übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung – von der ersten Buchung bis zum Inkasso. mehr...