DStGB/DGRVGenossenschaften als Motor der kommunalen Wärmewende

Eine neue Publikation unterstreicht die Rolle von Genossenschaften für die Wärmewende.
(Bildquelle: adobe stock)
Genossenschaften können eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der kommunalen Wärmewende übernehmen. Das zeigt eine neue gemeinsame Publikation des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) und des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV). Wie die beiden Verbände berichten, veranschaulicht die Publikation mit dem Titel Wärmegenossenschaften gemeinsam zum Erfolg führen anhand erfolgreicher Praxisbeispiele, wie genossenschaftlich organisierte Wärmenetze entstehen und welche Aufgaben Kommunen dabei übernehmen können.
Ausgangspunkt ist die kommunale Wärmeplanung, die für alle Kommunen verpflichtend ist. Sie soll den Aufbau einer nachhaltigen Wärmeversorgung vor Ort vorantreiben und unterschiedliche Akteure zusammenbringen. Ziel ist es, Investitionen zu mobilisieren und die Wärmeversorgung konsequent an den jeweiligen lokalen Bedürfnissen auszurichten.
Nach Einschätzung der Verbände eignen sich Genossenschaften besonders für Quartiere und den ländlichen Raum. Sie bündeln private Haushalte, entwickeln Wärmenetze auch bei geringerer Bevölkerungsdichte und organisieren den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme. Die Menschen vor Ort werden dabei zu Mitgliedern der Genossenschaft und können die Wärmewende aktiv mitgestalten.
„Durch die Einbindung der Menschen findet eine zusätzliche Identifikation mit ihrer Stadt oder Gemeinde statt“, sagt André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Die Dokumentation liefere zahlreiche erfolgreiche Beispiele und zeige, welche Rolle Städte und Gemeinden bei der Initiierung genossenschaftlicher Wärmenetze spielen können.
Auch der DGRV sieht in dem Modell mehrere Vorteile. „Mit der Dokumentation möchten wir zeigen, wie Genossenschaften ein Baustein der kommunalen Wärmewende werden und dies nicht nur klimaneutral, sondern auch krisenfest, bezahlbar und lokal verwurzelt tun“, sagt Jan Holthaus, Vorstand des DGRV. Zudem biete die Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen, Handwerksbetrieben und regionalen Kreditinstituten die Chance, einen großen Teil der Wertschöpfung in der Region zu halten.
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