Donnerstag, 2. Juli 2026

MainovaStarkes operatives Geschäft

[02.07.2026] Mainova hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren bereinigten Konzernergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren an.

Als verlässlichen Partner der Stadt Frankfurt bezeichnetet Oberbürgermeister Mike Josef (rechts im Bild mit Mainova-Chef Michael Maxelon) das Unternehmen Mainova.

(Bildquelle: Mainova AG)

Der Energiekonzern Mainova aus Frankfurt am Main hat sich nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2025 in einem schwierigen wirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Umfeld behauptet. Wie das Unternehmen anlässlich seiner Hauptversammlung am Mittwoch (1. Juli 2026) in Frankfurt mitteilte, stieg das bereinigte Konzernergebnis auf 252,4 Millionen Euro. Frankfurts Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Mike Josef bezeichnete Mainova als „einen unverzichtbaren und verlässlichen Partner der Stadt Frankfurt auf dem Weg zu einer sicheren, bezahlbaren und klimaneutralen Energieversorgung“. Gemeinsam würden Energiewende und Ausbau der Energieinfrastruktur koordiniert, um Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten und die Akzeptanz für die Maßnahmen zu sichern.

Tiefgreifende Veränderungen

Vorstandsvorsitzender Michael Maxelon verwies auf tiefgreifende geopolitische, wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Veränderungen. Das gestiegene Konzernergebnis sei „das Ergebnis eines starken operativen Geschäfts, verbesserter Marktbedingungen und unserer breiten Aufstellung über verschiedene Geschäftsfelder hinweg“. Nach Angaben des Unternehmens investierte Mainova im vergangenen Jahr 452,6 Millionen Euro in Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Für die kommenden fünf Jahre seien Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro vorgesehen.

Zu den wichtigsten Vorhaben zählen der Ausbau der Fernwärme- und Stromnetze, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke in Frankfurt und Hanau. Mit diesen Anlagen soll nach Unternehmensangaben der Kohleausstieg vorangetrieben werden.

Transformation des Energiesystems

Mit Blick auf die Transformation des Energiesystems forderte Maxelon verlässliche politische und regulatorische Rahmenbedingungen. „Die entscheidende Herausforderung liegt heute weniger im technisch Machbaren, sondern in der Verlässlichkeit und Konsistenz der regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen“, sagte er. Langfristige Investitionen seien nur mit ausreichender Planungssicherheit möglich. Einen Schwerpunkt sieht Mainova in der Wärmewende. Nach Angaben Maxelons entfallen mehr als 50 Prozent des Endenergieverbrauchs auf Wärme, während bislang weniger als 20 Prozent der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen stammen. Mit Blick auf das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz sagte er: „Unklare oder widersprüchliche Signale im Wärmemarkt führen zu Unsicherheit, Verlangsamung und höheren Kosten. Der Wärmemarkt ist damit also eine Art Testfall dafür, ob Energiepolitik im System funktioniert.“

Ausbau der Stromnetze

Auch der Ausbau der Stromnetze soll beschleunigt werden. Nach Angaben des Unternehmens steigt der Strombedarf unter anderem durch Bevölkerungswachstum, Rechenzentren und Elektromobilität. Bis 2037 sollen die Netzkapazitäten um mehr als 1.000 Megawatt verdoppelt werden. Rund ein Viertel dieses Ausbaus werde bereits in diesem Jahr erreicht.

Im Bereich der erneuerbaren Energien betreibt Mainova nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 20 Windparks mit einer Gesamtleistung von über 300 Megawatt. Weitere Projekte seien geplant, darunter der Windpark Schäferköppel vor den Toren Frankfurts, dessen Bau in diesem Sommer beginnen soll. Maxelon sprach sich zudem für standardisierte und digitalisierte Netzanschlussverfahren aus, um die Planungssicherheit zu erhöhen.





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