Donnerstag, 10. September 2026

BitkomBesserer Schutz von Stromnetzen gefordert

[10.09.2026] Angesichts mutmaßlicher Sabotageversuche auf die Strominfrastruktur fordert der Digitalverband Bitkom einen stärkeren Schutz des Energiesystems. Neben physischen Angriffen müssten dabei auch Cyber-Attacken stärker berücksichtigt werden.

Als Reaktion auf Sabotageversuche an der Strominfrastruktur fordert Bitkom einen besseren Schutz.

(Bildquelle: adobe stock)

Der Digitalverband Bitkom sieht nach mehreren mutmaßlichen Angriffsversuchen auf die Strominfrastruktur Handlungsbedarf bei der Absicherung des Energiesystems. Die Vorfälle der vergangenen Tage zeigten, dass die Energieinfrastruktur als Angriffsziel verwundbar sei und besser geschützt werden müsse, erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Nach Angaben des Verbands halten 74 Prozent der deutschen Haushalte das Stromnetz für anfällig gegenüber Sabotage oder gezielten physischen Angriffen, beispielsweise auf Leitungen oder Umspannwerke. 71 Prozent sehen demnach Risiken durch Cyberangriffe. Grundlage sind aktuelle Untersuchungen des Verbands. Zugleich sprechen sich laut Bitkom 93 Prozent dafür aus, beim Umbau des Energiesystems auf Sicherheit ebenso viel Wert zu legen wie auf Klimaschutz und Kosten.

Eine wichtige Rolle misst der Verband dabei digitalen Technologien bei. Tausende Kilometer Stromnetze und zahlreiche dezentrale Anlagen könnten nach Einschätzung von Bitkom ohne digitale Überwachung und robuste Cybersicherheitsmaßnahmen weder zuverlässig abgesichert noch stabil betrieben werden. Sicherheit müsse daher von Beginn an Bestandteil des Umbaus des Energiesystems sein.

Bitkom empfiehlt darüber hinaus auch privaten Haushalten, sich stärker auf mögliche Stromausfälle vorzubereiten. Als Möglichkeiten nennt der Verband unter anderem Pufferspeicher und kleinere Systeme zur unterbrechungsfreien Stromversorgung. Damit könnten beispielsweise Internetzugang und Haustechnik bei einem Ausfall zeitweise weiterbetrieben werden.





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